Der US-Spezialist für unbemannte Flugsysteme, General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI), hat ein neues Unmanned Aerial Vehicle (UAS) mit dem Namen Wildfire vorgestellt. Es handele sich um ein von Grund auf neu entwickeltes Fluggerät, das darauf ausgelegt sei, zukünftige Investitionen in große unbemannte Flugzeuge zu maximieren und dabei die Erkenntnisse aus jahrzehntelangen, groß angelegten UAS-Einsätzen weltweit einbeziehe, schreibt das Unternehmen.
Wildfire baue auf mehr als 30 Jahren Erfahrung bei der Auslieferung von über 1.600 unbemannten Flugzeugen auf, darunter die Modelle MQ-1B Predator, MQ-9A Reaper, MQ-9B SkyGuardian, MQ-20 Avenger und das Collaborative Combat Aircraft FQ-42A. Die Flugzeuge von GA-ASI haben insgesamt fast 10 Millionen Flugstunden absolviert, größtenteils im Kampfeinsatz, und viele der Technologien und Konzepte eingeführt, die heute weltweit von anderen nachgeahmt werden.
Wildfire ist laut Hersteller ein neuartiges unbemanntes Fluggerät, das die besten Eigenschaften der bewährten UAS von GA-ASI mit kostengünstigeren Komponenten, maßgeschneiderten Fähigkeiten und einer neu konzipierten Modularität vereint. Für Kunden aus dem Verteidigungsbereich ermöglicht dies den schnellen Einsatz von Wildfire in großer Stückzahl, das Eingehen von Risiken in kinetischen Kampfeinsätzen und die Bereitstellung erheblicher Kapazitäten, die mit anderen Systemen unerschwinglich gewesen wären. In nicht-kampfführenden Einsatzbereichen bieten die erhöhte Nutzlastkapazität und die stärkeren Aufhängepunkte von Wildfire neue Möglichkeiten für den Transport schwerer Fracht und andere kommerzielle Aktivitäten.
Wildfire konzentriere sich auf Kernaufgaben wie ISR, Angriffseinsätze und ähnliche Aufgaben. Es handele sich um ein in großer Stückzahl produziertes, kostengünstiges Flugzeug, so David R. Alexander, Präsident von GA-ASI. Wildfire wird laut Hersteller von Anfang an hochgradig autonom und für gemeinsame Operationen ausgelegt sein, wobei die FQ-42A-Systeme des Unternehmens zum Einsatz kommen.
GA-ASI hat Wildfire laut Mitteilung für die Ausschreibung „Massed Modular Aircraft“ (MMA) der US-Luftwaffe im Rahmen der Defense Innovation Unit (DIU) vorgeschlagen, deren Ziel es ist, eine Alternative zur MQ-9A Reaper zu entwickeln. Wildfire erfülle oder übertreffe alle Anforderungen dieser Ausschreibung: Es verfügt über eine Überflugreichweite von mehr als 8.000 Seemeilen und ist in der Lage, zwei Langstrecken-Schiffsabwehrraketen gleichzeitig über eine für den Kampfeinsatz relevante Entfernung zu transportieren.
Wildfire kann den Angaben zufolge zudem vier „Joint Strike Missiles“ gleichzeitig transportieren oder zahlreiche andere Kombinationen aus Wirkmitteln, Abwurfmunition, Sensoren oder anderen Nutzlasten. Die fortschrittliche Autonomie ermögliche eine vernetzte, kooperative Kampfsteuerung von Dutzenden von Wildfire-Flugzeugen gleichzeitig, und die auf der niedrigen Erdumlaufbahn verteilten Satellitensteuerungen des Flugzeugs hätten sich laut Hersteller bereits bei zahlreichen heute im Einsatz befindlichen GA-ASI-Flugzeugen bewährt.
Wildfire könne bereits Jahre vor dem von der DIU festgelegten Zeitplan für das Haushaltsjahr 2031 ausgeliefert werden, wobei dank der robusten, bestehenden Fertigungsinfrastruktur von GA-ASI und des umfangreichen Netzwerks aus Zulieferern, Subunternehmern und Partnern in derselben Zeitspanne mehr als doppelt so viele Flugzeuge produziert werden könnten.
lah

















