Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT und das wbk Institut für Produktionstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie KIT bauen gemeinsam das Innovations- und Transferzentrum Drohnen und Drohnenabwehr, kurz IZEDD, auf. Wie das IOSB in einer Mitteilung schreibt, hat Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut den Förderbescheid für die Initialphase heute übergeben. Das Land unterstütze den Aufbau mit rund 300.000 Euro. Als Kooperationsplattform solle das IZEDD Forschung, Industrie, Behörden und Anwender vernetzen, um gemeinsame Entwicklungsprojekte auf den Weg zu bringen, so das Fraunhofer IOSB.
Das IZEDD soll die Beteiligten des Innovationsprozesses dauerhaft zusammenbringen, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Es führe technologische Kompetenzen und konkrete Bedarfe zusammen, stoße gemeinsame Entwicklungsprojekte an und unterstütze den Transfer neuer Lösungen in die Anwendung. In einer Initialphase bis zum Jahresende sollen die drei Gründungspartner die fachlichen und organisatorischen Grundlagen für den weiteren Aufbau des IZEDD schaffen und erste Anwendungsfälle für die spätere Projektarbeit identifizieren.
Das Fraunhofer IOSB bringt dabei nach eigenen Angaben insbesondere seine Kompetenzen in Sensorik und Bildauswertung, Künstlicher Intelligenz, Simulation, autonomen und kooperativen Systemen sowie bei der Detektion, Klassifikation und Abwehr von Drohnen ein. Das wbk des KIT koordiniert die Erstellung einer Technologie- und Kompetenzübersicht. Seine Expertise reiche von wandlungsfähigen Produktionssystemen und flexibler Automatisierung über digitale Produkt- und Produktionszwillinge bis zum schnellen Produktionsanlauf und zur Industrialisierung neuer Technologien, heißt es in der Mitteilung.
Neben dem Netzwerkaufbau bringe das Fraunhofer ICT seine Kompetenzen unter anderem bei Materialien und Leichtbau, Energie- und Antriebssystemen, großserienfähigen Fertigungsverfahren sowie der Entwicklung und Erprobung von Technologien für die Drohnenabwehr ein.
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