European Defence Fund: 612 Projektvorschläge für das Fördervolumen von 1 Milliarde Euro eingericht

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Der Europäische Verteidigungsfonds (European Defence Fund; EDF) hat einen neuen Meilenstein erreicht und im Rahmen seiner Ausschreibungen für 2026 für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen im Verteidigungsbereich eine Rekordzahl von 612 Projektvorschlägen erhalten.

Wie der EDF mitteilt, entspricht die Zahl der Vorschläge einemAnstieg von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein weiteres Wachstum nach dem Anstieg um 38 Prozent von 2024 bis 2025. Die im Rahmen der Ausschreibungen für 2026 zur Verfügung stehenden 1,006 Milliarden Euro haben laut EDF-Mitteilung sowohl etablierte Industrieakteure als auch aufstrebende Innovatoren angezogen, die an einer Zusammenarbeit bei Verteidigungstechnologien der nächsten Generation interessiert sind. Zum ersten Mal standen die Ausschreibungen auch ukrainischen Antragstellern offen, im Vorgriff auf das bevorstehende Inkrafttreten des Assoziierungsabkommens der Ukraine mit dem EDF.

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Die eingereichten Vorschläge durchlaufen nun einen strengen Bewertungsprozess, einschließlich einer Prüfung der Zulässigkeit und Förderfähigkeit durch die Dienststellen der Kommission, gefolgt von einer Bewertung der wissenschaftlichen Exzellenz, der Vergabekriterien sowie ethischer Überprüfungen, die mit Unterstützung unabhängiger Experten durchgeführt werden. Die Ergebnisse werden voraussichtlich bis März 2027 bekannt gegeben.

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Die EDF-Ausschreibungen 2026 stellen der Mitteilung zufolge einen bedeutenden Schritt hin zur Bereitstellung konkreter Fähigkeiten im Bereich der Verteidigungstechnologien der nächsten Generation für die Streitkräfte dar. Die Hälfte des Budgets sei für gemeinsame Forschung und Entwicklung im Bereich wichtiger Verteidigungsfähigkeiten vorgesehen, wobei viele Ausschreibungsthemen darauf abzielen, auf Projekten aufzubauen, die im Rahmen früherer Auflagen des EDF finanziert wurden. Dazu gehören laut EDF die Entwicklung eines europäischen endoatmosphärischen Abfangflugkörpers für die Raketenabwehr, eines Kampfpanzers der nächsten Generation, eines Mehrfachraketenwerfers und eines halbautonomen Marineschiffs.

Ein Viertel des Budgets sei für die Umsetzung des EU-Verteidigungsinnovationsprogramms (EUDIS) vorgesehen, das Innovationen und disruptive Technologien für Verteidigungsanwendungen fördert. Davon sind rund 60 Millionen Euro speziell für disruptive Technologien vorgesehen. Besonders viele Vorschläge gingen der Mitteilung zufolge im Rahmen der nicht-thematischen Ausschreibungen in Höhe von 60 Millionen Euro ein, die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gewidmet waren. Der EDF verfügt für den Zeitraum 2021 bis 2027 über ein Gesamtbudget von fast 7,3 Milliarden Euro.
lah