Das österreichische Bundesheer hat die ersten kampfwertgesteigerten Kampfpanzer des Typs Leopard 2 sowie kampfwertgesteigerte Schützenpanzer des Typs Ulan erhalten. Dies geht aus einem Post des Sprechers des österreichischen Bundesministeriums für Landesverteidigung auf der Plattform X hervor.
Österreich hat sich bedingt durch Budgetrestriktionen gegen die Beschaffung moderner Gefechtsfahrzeuge entschieden und stattdessen den deutschen Panzerbauer KNDS Deutschland vor rund zweieinhalb Jahren mit einer moderaten Modernisierung der 58 in Nutzung befindlichen Leopard 2 A4 des Bundesheeres beauftragt.
Im Rahmen dieser Maßnahme wurde das Innenleben des A4-Turms auf das Niveau A7 angehoben. Kommandant, Richtschütze und Kraftfahrer erhielten neue Sichtsysteme mit digitalen Bedien- und Anzeigeelementen für ein verbessertes Situationsbewusstsein. Auch die Aufklärungs- und Nachtsichtfähigkeiten sowie die Feuerleitung wurden verbessert. Um die Richtgüte der Waffenanlage zu verbessern, wurden die Richtantriebe auf Elektromotoren umgestellt.
Zudem wurde General Dynamics European Land Systems-Steyr (GDELS-Steyr) mit einer Modernisierung bzw. Nutzungsdauerverlängerung des Schützenpanzers Ulan beauftragt. Das Bundesheer verfügt über 112 Systeme.
Die Modernisierungsmaßnahmen des Schützenpanzers beinhalten den Austausch des Heizgeräts des Panzers sowie der Sichtsysteme für den Kraftfahrer. Weitere Maßnahmen betreffen den Umbau des Staukastens am Heck des Panzers, so dass zukünftig mehr Ausrüstung mitgeführt werden kann.
Zudem wurden Komponenten für den Turmantrieb getauscht und der Turm mit einer leistungsfähigeren Hauptzieleinrichtung ausgestattet. Weiterhin wurden alle Schützenpanzer mit Aufnahmepunkten für Verwundetentragen ausgestattet und können so je nach Bedarf eingesetzt werden, um Verwundete aus dem Gefahrenbereich zu transportieren.
Waldemar Geiger


















