Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall und die Schweizer Reederei MSC haben nach eigenen Angaben im Rahmen einer Auktion den Zuschlag für die Übernahme der rumänischen Mangalia-Werft südlich von Constanța erhalten. Der Erwerb soll in einigen Wochen abgeschlossen werden. Der von beiden Partnern gemeinsam zu entrichtende Kaufpreis soll Unternehmensangaben zufolge bei 138 Millionen Euro liegen.
Wie Rheinmetall heute in einer Mitteilung schreibt, ist das Ziel der gemeinsamen Übernahme der Aufbau eines Dual-Use-Fertigungsstandorts, an dem zivile und militärische Schiffbauaktivitäten für den nationalen und internationalen Markt parallel entwickelt und abgearbeitet werden. Dafür soll der Standort künftig in verschiedene Sektoren und Sicherheitsbereiche gegliedert werden.
Wie es in der Mitteilung zudem heißt, wird die Mangalia-Werft für die Rheinmetall-Division Naval Systems eine wesentliche Rolle beim Bau der vier von der rumänischen Regierung beauftragten Marineschiffe spielen. Wie hartpunkt Ende Mai berichtete, wurde Rheinmetall mit dem Bau von zwei 96 Meter langen Hochsee-Patrouillenschiffen sowie zwei kleineren Taucherunterstützungsschiffen beauftragt.
Dem Düsseldorfer Konzern zufolge soll der Standort zugleich als Hub für weitere militärische Schiffbauprojekte dienen. Damit schafft Rheinmetall nach eigener Einschätzung eine „skalierbare Grundlage für zukünftige Projekte in Südosteuropa“.
Tim Wagner, CEO der Division Naval Systems, wird in der Mitteilung mit folgenden Worten zitiert: „Mit der Übernahme planen wir einen umfassenden Ausbau und eine Modernisierung der Werft. Unser Ziel ist es, die vorhandene Infrastruktur weiterzuentwickeln, die Produktionsbedingungen zu verbessern und die Kapazitäten an die künftigen Anforderungen anzupassen. Damit soll der Standort langfristig eine wichtige Rolle bei der Umsetzung unserer strategischen Aktivitäten in Südosteuropa übernehmen und unsere industrielle Präsenz vor Ort stärken.“
Waldemar Geiger















