IAI und SIG Sauer erproben bewaffnete Drohne FIRE STORM 250 erfolgreich

Kristóf Nagy

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Das israelische Unternehmen Israel Aerospace Industries (IAI) und der Handwaffenhersteller SIG Sauer haben die Erprobung des mit einem Maschinengewehr bewaffneten unbemannten Luftfahrzeugs FIRE STORM 250 im scharfen Schuss abgeschlossen. Dies gaben beide Unternehmen bereits am 13. Oktober 2026 am Rande der Rüstungsmesse AUSA 2026 in Washington bekannt. Die auf der Drohnenplattform APUS 60 basierende Konfiguration kombiniert eine stabilisierte Maschinengewehrbewaffnung mit elektrooptischer Sensorik und soll Kräften am Boden eine luftgestützte Feuerunterstützung bieten.

Das FIRE-STORM-250-System besteht aus der senkrecht startenden und landenden Drohnenplattform APUS 60 von IAI sowie der ferngesteuerten Waffenstation Microlight von SIG Sauer. Als Effektor kommt das Maschinengewehr M250, ebenfalls von SIG Sauer, im Kaliber 6,8 x 51 mm zum Einsatz. Bei der Erprobung schwebte die Drohne den Unternehmensangaben zufolge über einem simulierten Gefechtsfeld, erfasste Ziele mithilfe ihrer bordeigenen Sensorik und bekämpfte diese aus unterschiedlichen Entfernungen und Flughöhen. Dabei seien der Mitteilung zufolge die Ziele sowohl im Einzelschuss als auch mit Feuerstößen erfolgreich getroffen worden. Die Versuche sollten die Funktionsfähigkeit der integrierten Sensor- und Waffenanlage sowie deren Präzision und Sicherheit unter unterschiedlichen Bedingungen demonstrieren. Detailliertere Angaben zu den Schussentfernungen, Flughöhen und erzielten Trefferbildern wurden nicht bekanntgegeben. In dem veröffentlichten Video lassen sind jedoch einzelne Testszenare sichtbar.

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Die Microlight-Waffenanlage von SIG Sauer integriert das Maschinengewehr M250 in eine stabilisierte, ferngesteuerte Waffenstation. Einschließlich Waffenstation, Maschinengewehr und 200 Schuss gegurteter Munition im Kaliber 6,8 x 51 mm soll die Einheit rund 24 Kilogramm wiegen. Das M250 wurde von SIG Sauer für das US-amerikanische Programm Next Generation Squad Weapon entwickelt.

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Als Trägerplattform dient die APUS 60, ein senkrecht startendes und landendes unbemanntes Luftfahrzeug (UAS). Die Drohne kann nach Angaben von IAI eine Nutzlast von bis zu 35 Kilogramm aufnehmen. Damit ist sie grundsätzlich für unterschiedliche Sensor- und Missionsausstattungen ausgelegt. Bei der FIRE-STORM-250-Konfiguration wird die Nutzlastkapazität für die Kombination aus Waffenanlage und zugehöriger Sensorik genutzt. Angetrieben wird die APUS 60 von einem Mehrstoff-Verbrennungsmotor. IAI gibt die maximale Flugzeit der FIRE STORM 250 bei voller Gefechtsbeladung mit bis zu drei Stunden an. Durch die Möglichkeit der Betankung mit einer breiten Palette an im Einsatz verfügbaren Kraftstoffen soll eine Abhängigkeit von Ladeinfrastrukturen und langen Ladezyklen bei Elektroantrieben entfallen.

Als mögliche Einsatzfelder nennen IAI und SIG Sauer die unmittelbare Luftnahunterstützung. Darüber hinaus soll FIRE STORM 250 für Überwachungsaufgaben und den Schutz militärischer Einrichtungen eingesetzt werden können. Die Kombination aus Sensorik und Bewaffnung auf einer Plattform soll es ermöglichen, Ziele vollumfänglich selbstständig und ohne weitere Unterstützung zu identifizieren und bei Bedarf unmittelbar zu bekämpfen, ohne zunächst ein weiteres Wirkmittel anfordern zu müssen.

Nach Angaben der Unternehmen bleibt die Entscheidung über den Waffeneinsatz beim menschlichen Bediener. Dieser erhält Sensordaten, Kamerabilder und Informationen zur Zielverfolgung, die in einer gemeinsamen Feuerleitlösung zusammengeführt werden. Die Automatisierung soll die Zielerfassung und Verfolgung unterstützen, während die Freigabe für den Bekämpfungszyklus durch den Bediener erfolgt.

Mit der erfolgreichen Schießerprobung haben IAI und SIG Sauer nach eigenen Angaben die grundsätzliche Funktionsfähigkeit der integrierten Sensor- und Waffenanlage demonstriert. Offen bleibt, wann das System für einen regulären Einsatz verfügbar sein könnte. Angaben zu einer geplanten Serienfertigung, konkreten Beschaffungsprogrammen oder möglichen Kunden haben die Unternehmen bislang nicht veröffentlicht.

Kristóf Nagy