Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat gestern gemeinsam mit dem Vorstand von Hensoldt den neuen Campus des Unternehmens in Oberkochen eröffnet. Der Neubau vereine Entwicklung, Fertigung und Integration von optronischen Systemen unter einem Dach und bietet knapp 900 Beschäftigten Platz, schreibt Hensoldt in einer Mitteilung. In den Campus seien rund 300 Millionen Euro investiert werden.
Oberkochen steht laut Mitteilung seit Jahrzehnten für optische und optronische Präzision aus Deutschland. Der neue Campus bündele diese Kompetenz und schaffe zugleich Kapazitäten für die Serienfertigung, die Bundeswehr und NATO-Partner derzeit stark nachfragen.
Auf diesem Fundament will Hensoldt seine Rolle als Neo-Systemhaus ausbauen und eine Brücke schlagen zwischen der etablierten Verteidigungsindustrie mit ihrer Erfahrung in zertifizierter Entwicklung und verlässlicher Serienfertigung und der Softwarewelt, die in Wochen statt Jahren liefert.
„Hensoldt tut genau das, was wir von unserer Rüstungsindustrie in diesen Zeiten erwarten, nämlich: Produktionskapazitäten zu erhöhen und sie weiter hochzuskalieren. Dies mit dem klaren Ziel, weiter rüstungstechnisch unabhängig zu werden und mit Premium-Qualität zu liefern“, sagte Pistorius.
Der Verteidigungsminister informierte sich laut Mitteilung über neueste Entwicklungen im Bereich der optronischen und radargestützten Aufklärung sowie der elektromagnetischen Kampfführung und der KI-basierten Sensordatenfusion. Präsentiert wurden unter anderem das Hochleistungsradar TRML-4D sowie der MDOcore Battle-Truck, der die aktuellen Software- und KI-Fähigkeiten von HENSOLDT demonstriert. Verbindendes Element dieser Systeme sei die Software-Suite MDOcore, die Sensoren, Waffensysteme und Führungsebenen über die Domänen Land, Luft, See, Cyber und Weltraum hinweg vernetzt und Sensordaten in Sekunden zu einem gemeinsamen Lagebild fusioniert.
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