Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, sieht die Bundeswehr beim Thema Loitering-Munition auf einem guten Weg und will nun die Einführung der neuen Wirkmittel in die Truppe angehen. Wie Breuer in seinem heutigen Vortrag auf der DWT-Veranstaltung „Das neue System Innovation für die Bw – Gemeinsam die Kriegsfähigkeit steigern“ erklärte, wurde ihm im Zuge einer Vorführung im Gefechtsübungszentrum des Heeres vor Kurzem der aktuelle Entwicklungsstand der in der Bundeswehr getesteten Systeme gezeigt.
Er konnte sich demnach selbst von der Leistungsfähigkeit der KI-gestützten Systeme überzeugen und sieht die Trefferwahrscheinlichkeit bei „über 90 Prozent“. Den im Frühling selbstgesteckten Plan, Loitering-Munition-Systeme für Testzwecke zu beschaffen und bis Jahresende eine generelle Beschaffungsentscheidung zu treffen, sieht Breuer als erfüllt an. „Hier können wir einen Haken dran machen“, erklärte der General vor Publikum. „Wir können jetzt die Einführung in die Truppe angehen“, so Breuer auf der Veranstaltung in Bonn weiter.
Bereits am Wochenende wurde auf dem offiziellen Instagram-Account des Generalinspekteurs ein Video veröffentlich, in dem Breuer kurz Stellung zum Stand der Tests nimmt. Dabei werden auch Videoausschnitte gezeigt, auf denen zu sehen ist, dass sowohl HX-2- Systeme von Helsing als auch Virtus-Systeme von STARK Ziele punktgenau bekämpfen.
Loitering Munition oder auch Strike-Drohnen sind in den vergangenen Jahren zu einem elementaren Bestandteil der modernen Kriegsführung geworden. So verwundert es nicht, dass auch die Bundeswehr in solche Systeme investieren möchte.
Das Verteidigungsministerium beabsichtig nach Informationen von hartpunkt drei deutsche Hersteller mit der Lieferung von Strike-Drohnen im Rahmen des Vorhabens „Anfangsbefähigung KI-optimierter Aufklärungs- und Wirkungsverbund Landes- und Bündnisverteidigung“ zu beauftragen. Neben den beiden Technologie-Start-ups Helsing und STARK, die bereits zu Jahresbeginn mit der Lieferung von Systemen für Testzwecke beauftragt wurden, soll nun offenbar auch Rheinmetall Strike-Drohnen an die Bundeswehr liefern. Dabei soll es sich um Strike-Drohnen vom Typ FV-014 handeln, die erstmals im Rahmen der Rüstungsmesse DSEI 2025 in London öffentlich gezeigt wurden und genau wie die HX-2 von Helsing und Virtus von STARK eine Einsatzreichweite von rund 100 km aufweisen sollen. Erste Videos von Flug der FV-014 hat Rheinmetall im Zuge des „Capital Markets Day“ am 18. November vorgeführt.
Waldemar Geiger

















