Das Lufttransportgeschwader 62 der Luftwaffe hat vor wenigen Tagen eine besondere Fähigkeit trainiert: Das Landen mit der Transportmaschine A400M am Strand. Wie das LTG 62 in einer Mitteilung schreibt, handelt es sich erst um das zweite derartige Training am Strand und das erste seit 2023. Genutzt wurde dazu eine Piste auf der dänischen Insel Rømø.
Seit Jahren nutze die Luftwaffe die Fähigkeit des A400M auf unbefestigten Pisten zu landen. Egal ob Gras, Schotter oder Sand – trotz seines Gewichts von 100 Tonnen sei dies möglich. Luftwaffenangaben zufolge werden die deutschen A400M-Crews seit 2019 in der Landung solchen Untergründen geschult. Diese Fähigkeit sei wichtig für Einsätze des A400M in Gebieten mit Bedrohungslagen und nicht vorhandener Infrastruktur – auch in Kombination mit der Nutzung von Nachtsichtbrillen (NVG).
Laut Luftwaffe wurde jeder für dieses Vorhaben gezielt im Simulator mit mehreren Starts und Landungen geschult. Dazu verfügt das LTG 62 über zwei sogenannte Level-D zertifizierte Flugsimulatoren, die Flüge realitätsnah darstellen können. Außerdem sei auf die Erfahrungen anderer Nationen bei der Planung zurückgegriffen worden, insbesondere mit den dänischen Ansprechpartner wegen der Beschaffenheit der Landebahn auf Rømø.
Dei der eingesetzten A 400 M mit der Kennung 54+41 sei insgesamt das Gewicht reduziert und die Maschine mit einem Unpaved Runway (URW) Kit gesondert geschützt worden. Hierdurch sollen die Belastungen für das Luftfahrzeug minimiert und Beschädigungen z.B. von Sensoren verhindert werden. Die größten Risiken bei solchen Landungen bestehen der Luftwaffe zufolge durch mögliche Steinschläge am gesamten Luftfahrzeug oder Erosionen am Propeller.
Bei den Standlandungen auf einer Piste mit einer Länge von nur knapp 1.000 Metern konnte der A400M laut Mitteilung seine herausragenden Fähigkeiten ausspielen. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 110 Knoten (200 km/h) setzte das Flugzeug durch die Crew auf, wendete und hob wieder ab. Dieser Vorgang wurde mehrmals wiederholt. Nachdem alle geplanten Starts- und Landungen erfolgreich absolviert wurden, kehrte die Besatzung nach Wunstorf zurück.
Lars Hoffmann













