Verteidigungsminister will Rüstungsexport stärker fördern

Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon will die Rolle seines Ministeriums bei der Förderung von Rüstungsexporten ausbauen. Wie er während einer Rede auf der Messe DSEI in London am Mittwoch weiter sagte, soll sich sein Haus insbesondere auf die Vermarktung des Kampfflugzeuges Eurofighter sowie komplexe Waffensysteme konzentrieren. Dies komme nicht nur der Wirtschaft Großbritanniens zugute, sondern bringe auch Vorteile für die britischen Streitkräfte, sagte Fallon.

Der Minister bekräftigte, dass seine Regierung die Verteidigungsausgaben in dieser Dekade bei zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes – wie von der NATO gefordert – werde. Ein wichtiges Thema sieht Fallon in Einsparungen und der weiteren Steigerung der Effizienz, etwa durch Outsourcing und die Einbindung der Industrie. Diese solle stärker an den Risiken von Vorhaben beteiligt werden, im Erfolgsfall dann aber auch mehr Geld erhalten. Laut dem Politiker der konservativen Partei sind Einsparungen dabei nicht an das Schatzamt zurückzuführen, sondern können in die Streitkräfte investiert werden.

Fallon gab überdies bekannt, dass das Verteidigungsministerium Luft-Luft-Raketen des Typs Asraam für mehr als 300 Mio GBP bei MBDA UK für den Eurofighter beschaffen wird. Dieses Geschäft sichere rund 400 High-Tech-Arbeitsplätze in Großbritannien, so der Minister.
lah/16.9.2015