U.S. Army will Luftverteidigung massiv ausbauen

Lars Hoffmann

Anzeige

Die für die bodengebundene Luftverteidigung zuständige U.S. Army will einem Bericht der Fachpublikation „Defense News“ zufolge ihre Luftverteidigungs- und Raketenabwehrkräfte um 30 Prozent vergrößern. Diese habe der Kommandeur des U.S. Army Space and Missile Defense Command (USASMDC), Generalleutnant Sean A. Gainey, gestern in seiner Rede beim 28th Space and Missile Defense Symposium in Huntsville gesagt, schreibt Defense News.

Dem Bericht zufolge kündigte Gainey für die kommenden acht Jahre neben der Aufstellung von drei Patriot-Bataillonen, die mit dem Lower-Tier Air-and-Missile Defense Sensor (LTAMDS) – einem neuen Radar – ausgerüstet werde, auch fünf neue Indirect Fire Protection Capability Battalions und sieben Counter-Unmanned Aircraft Systems Batteries an. Die Aufstockung sei eine Folge der Erfahrungen aus den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten.

Anzeige

Gainey sagte einem Artikel der U.S. Army zufolge, dass die Streitkräfte in den nächsten Jahren bahnbrechende Systeme und Software einführen werden, beginnend mit dem Integrated Battle Command System (IBCS). Dabei handelt es sich um eine neue Führungssoftware für die Luftverteidigung.

Anzeige

„Angesichts unserer historischen Abhängigkeit von organischen Systemsensoren wird die Fähigkeit des IBCS, Daten von mehreren Sensoren zu nutzen und eine kombinierte Feuerlösung zu erstellen, eine grundlegende Veränderung in unserer Art zu kämpfen bewirken“, so Gainey. Als Ergänzung zum IBCS werde der Lower Tier Air and Missile Defense Sensor eingeführt, der das Patriot-Radar, ersetzen werde. Der General kündigte an, dass die nächsten Schritte auch eine schlankere Version für leichte Einheiten und zusätzliche Systeme zur Abwehr unbemannter Flugzeuge umfassen werden.

Lars Hoffmann