Türkei bestellt 20 Eurofighter bei der britischen Regierung

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Die britische Regierung hat einen Vertrag mit der Republik Türkei über den Kauf von 20 Kampfflugzeugen des Typs Eurofighter/Typhoon und einem dazugehörigen Waffen- und Integrationspaket im Wert von rund 5,4 Milliarden Pfund geschlossen.

Im Rahmen des Vertrags werde der britische Rüstungskonzern BAE Systems wichtige Flugzeugkomponenten herstellen, die Endmontage der Flugzeuge durchführen und die Waffenintegration an seinen Standorten in Lancashire leiten, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Das Waffenpaket werde in erster Linie von MBDA bereitgestellt, heißt es weiter. Durch das Vorhaben werden den Angaben zufolge mehr als 20.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze in der gesamten britischen Lieferkette gesichert.

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In einer Mitteilung der britischen Regierung heißt es sogar, dass der Vertrag einen Wert von bis zu 8 Milliarden Pfund aufweisen könnte. In dieser Zahl dürften Presseberichten zufolge allerdings Optionen auf weitere Flugzeuge enthalten sein. Unterschrieben wurde der Vertrag heute vom britischen Premierminister Keir Starmer und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara.

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Insgesamt will die Türkei 44 Maschinen vom Typ Eurofigher/Typhoon beschaffen. Neben den 20 neuen Jets sollen jeweils zwölf weitere gebrauchte Eurofighter aus dem Oman und aus Katar gekauft werden, wie türkische Medien berichten. Demnach soll der erste gebrauchte Eurofighter im kommenden Jahr und der erste neue 2030 den türkischen Streitkräften zulaufen.  

Der industrielle Lead bei der Vermarktungskampagne der Kampfjets in der Türkei liegt bei BAE Systems, einem der Partner des Eurofighter-Konsortiums. Deutschland hatte sich lange gegen einen Export der Flugzeuge in die Türkei gesperrt. Erst die neue Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz gab grünes Licht für das Geschäft.  Nach Angaben der Regierung in London entfallen beim Türkei-Deal 37 Prozent der Wertschöpfung auf die britische Wirtschaft. Aus Deutschland wird unter anderem die Flugzeugzelle zugeliefert. Der heute bekannt gegebene Vertrag bedeute, dass die türkische Luftwaffe die zehnte Luftwaffe sein werde, die Eurofighter/Typhoons einsetze, schreibt die britische Regierung.

Die Beschaffung von Typhoon durch die Türkei markiere den Beginn eines neuen Kapitels in unserer langjährigen Beziehung zu diesem wichtigen NATO-Verbündeten und stärkt die herausragende operative Unterstützung, die das Flugzeug als grundlegende Säule der Verteidigung und Sicherheit in ganz Europa und dem Nahen Osten weiterhin leistet.

Nach Aussage von Jorge Tamarit-Degenhardt, Chief Executive Officer der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH, stärkt die neue Partnerschaft die Position des Eurofighter-Programms als Rückgrat der europäischen Luftverteidigung weiter. Sie folge auf eine Reihe von Aufträgen, die kürzlich von drei der vier Kernländer des Eurofighter-Programms erteilt wurden: Deutschland (20 Jets), Spanien (25 Jets) und Italien (bis zu 24 Jets).

Mittlerweile gilt der Eurofighter in der deutschen Konfiguration auch als möglicher Nachfolger von veralteten Eurofightern des Österreichischen Bundesheeres, das womöglich einen Bedarf von mehr als zwei Dutzend Flugzeugen hat. Dem Vernehmen nach ist Airbus Defence and Space bei der Vermarktungskampagne in Österreich verantwortlich.
lah