Spike ER2 – Leichter Kampfhubschrauber bekommt neue Flugkörperbewaffnung

Waldemar Geiger

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Mit dem Leichten Kampfhubschrauber H145M (LKH) erhalten die Heeresflieger der Bundeswehr aktuell ein neues Waffensystem, welches dem Vernehmen in Kürze eine reichweitenstarke Flugkörperbewaffnung des Typs Spike ER2 erhalten wird. Wie gut unterrichtete Kreise gegenüber hartpunkt berichten, wurde die im fränkischen Röthenbach ansässigen EuroSpike GmbH vom Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw mit der Qualifizierung des Lenkflugkörpersystems Spike ER2 auf dem LKH beauftragt. Nach Abschluss der Maßnahme würde das Waffensystem erstmals in die Bundeswehr eingeführt.

Der Spike ER2 wiegt rund 35 kg und ist für Bekämpfungsreichweiten (aus der Luft) von bis zu 16 km ausgelegt. Das Lenkflugkörpersystem hoher Präzision verfügt über eine Funkdatenverbindung in Verbindung mit einem modernen Sucher samt hochauflösenden IR- und Taglichtsensoren für die Zielerfassung, mit integrierter IMU (Inertial Measurement Unit) sowie einem multispektralen Zielverfolger. Alternativ kann der Lenkflugkörper auch über einen Lichtwellenleiter ins Ziel gelenkt werden. Als Gefechtskopfoptionen stehen eine panzerbrechende sowie eine Spreng-Splitter-Variante zur Verfügung.

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Entwickelt wurde das Waffensystem vom israelischen Rüstungskonzern Rafael Advanced Defense Systems. In Europa wird die Spike-Familie jedoch durch die EuroSpike GmbH – einem Joint Venture von Rafael Advanced Defense Systems (20 Prozent), Diehl Defence (40 Prozent) und Rheinmetall Electronics (40 Prozent) – vertrieben und hergestellt.

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Airbus Helicopters, der Hersteller des Leichten Kampfhubschraubers, hat das Lenkflugkörpersystem Spike ER2 bereits seit geraumer Zeit in das Waffeneinsatzsystem HForce integriert. Erste Schießversuche mit dem Spike ER2 vom H145M (siehe Titelbild) fanden in der ersten Jahreshälfte 2022 statt. Pro HForce-Waffenstation kann der H145M bis zu zwei Spike ER2 – in Summe also bis zu vier Flugkörper – tragen.

Waldemar Geiger