SMASH-Systeme im Einsatz: Dokumentierte Erfolge gegen FPV-Drohnen im Libanon

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FPV-Drohnen haben sich zu einer der gefährlichsten asymmetrischen Bedrohungen moderner Gefechtsfelder entwickelt. Ihre geringe Größe, hohe Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit machen sie für konventionelle Abwehrmethoden schwer erfassbar. Jüngste Einsatzberichte der israelischen Streitkräfte (IDF) aus dem Libanon dokumentieren nun erstmals detailliert, wie Feuerleitsysteme der SMASH-Produktfamilie von SMARTSHOOTER unter realen Gefechtsbedingungen FPV-Drohnen auf Entfernungen von 180 bis 250 Metern erfolgreich bekämpfen konnten.

Bevor jedoch eine detaillierte Analyse der im Libanon dokumentierten Drohnenabschüsse erfolgt, soll zunächst eine kurze Einführung in die FPV-Drohnenbedrohung und die Funktionsweise der SMASH-Feuerleitsysteme gegeben werden.

Die Bedrohung durch FPV-Drohnen

First-Person-View-Drohnen (FPV) werden von einem Piloten in Echtzeit gesteuert und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h bei gleichzeitig hoher Wendigkeit. Insbesondere die neuere Generation der Fiber-Optic-Drohnen, bei denen die Steuerung über ein Glasfaserkabel erfolgt, stellt Streitkräfte vor zusätzliche Herausforderungen: Diese Drohnen sind nahezu unempfindlich gegen elektronische Störmaßnahmen (Electronic Warfare), da kein Funksignal für die Steuerung benötigt wird. Damit versagen klassische Counter-UAS-Ansätze, die auf Jamming oder Signalunterbrechung setzen.

Für den einzelnen Soldaten bleibt die Bekämpfung mit der Handwaffe oft die einzige verfügbare Option – doch das Treffen eines schnell manövrierenden Ziels in der Größe eines Schuhkartons mit konventioneller Visierung ist extrem schwierig. Genau hier setzen die Feuerleitsysteme der SMASH-Familie an.

Die SMASH-Produktfamilie

SMARTSHOOTER bietet eine Familie von Feuerleitsystemen an, die alle auf derselben bewährten Technologieplattform basieren: Echtzeit-Bildverarbeitung kombiniert mit fortschrittlichen ballistischen Berechnungen. Alle Systeme der SMASH-Familie verfügen über einen dedizierten Drohnenbekämpfungsmodus (C-sUAS), der speziell für die Erfassung und Verfolgung kleiner, schnell beweglicher Luftziele optimiert ist.

Der Schütze markiert das Ziel über ein digitales Display, woraufhin das System das Ziel automatisch verfolgt und den optimalen Haltepunkt berechnet. Die Schussabgabe erfolgt erst im Moment der höchsten Treffwahrscheinlichkeit – ein Verfahren, das die Erstschusstreff-wahrscheinlichkeit auch gegen bewegliche Ziele drastisch erhöht.

SMASH 3000 ist ein kompaktes, auf Sturmgewehre montierbares System, das auf gängige NATO-Standardwaffen montiert werden kann und mit zusätzlichen Vergrößerungsoptiken kombiniert werden kann. Es ist das leichteste System der Familie und ideal für Infanterie-Einheiten.

SMASH 3500 ist eine Variante des SMASH 3000, das mit integriertem Laserentfernungsmesser ausgerüstet ist.

SMASH X4 ist eine Lösung mit 4-facher Vergrößerung und integriertem Laserentfernungsmesser. Dieses System wird bereits von der Bundeswehr eingesetzt, was die Einsatzreife und Praxistauglichkeit der SMASH-Technologie unter europäischen Streitkräften eindrucksvoll unterstreicht.

SMASH Hopper ist eine leichte Waffenstation und wurde speziell für maximale Mobilität entwickelt. Es eignet sich besonders für Einsätze, bei denen Gewicht und Ergonomie kritische Faktoren sind.

Dokumentierte Einsatzfälle mit SMASH 3000

Die folgenden exemplarischen Einsatzberichte stammen aus Operationen der israelischen Streitkräfte im Libanon und dokumentieren den erfolgreichen Einsatz des SMASH 3000 Systems unter realen Gefechtsbedingungen.

Einsatz 1: Infanterie, nördlicher Zentralsektor

Im Rahmen von Operationen im nördlichen Zentralsektor des Libanon wurden Kräfte einer aus Reservisten zusammengesetzten Infanterieeinheit durch eine anfliegende FPV-Drohne bedroht. Der Schütze nutzte ein auf einem M4 Carbine montiertes SMASH 3000 System. Zusätzlich nutzte der Schütze einen 3x-Magnifier. Es wurde Standardmunition im Kaliber 5,56 x 45 mm eingesetzt.

Der Schütze erfasste die Drohne auf einer Entfernung von ca. 200 m und gab zwei Schuss aus stehender Position ohne Auflage ab. Beide Schüsse trafen das Ziel. Die nachträgliche digitale Analyse der im SMASH-System gespeicherten Daten bestätigte, dass bereits der erste Schuss die Drohne getroffen hatte.

Besonders hervorzuheben: Der Schütze hatte keine formale SMASH-Zertifizierung absolviert. Er hatte sich die Bedienung des Systems eigenständig anhand von Videoanleitungen und der Quick Reference Guide angeeignet. Dies unterstreicht die intuitive Bedienbarkeit des SMASH 3000 – ein entscheidender Faktor, wenn Reservisten oder kurzfristig eingesetzte Kräfte das System nutzen müssen.

Einsatz 2: Artillerie, Aufklärungszug, nordwestlicher Sektor

Im nordwestlichen Sektor wurde ein Aufklärungszug einer aus Reservisten zusammengesetzten Artillerieeinheit mit einer lichtwellenleitergesteuerten FPV-Drohne konfrontiert – also genau jener Kategorie, die gegen elektronische Gegenmaßnahmen resistent ist.

Mehrere Soldaten der Einheit versuchten zunächst, die Drohne mittels Handwaffen mit konventioneller Visierung (Kimme und Korn) zu bekämpfen – ohne Erfolg. Der SMASH Schütze, der über eine formale Smart Shooter Ausbildung verfügte, übernahm die Bekämpfung mit seinem SMASH 3000 System. Die Waffe war ein M4 Carbine mit Munition im Kaliber 5,56 x 45 mm, ohne zusätzliche Vergrößerungsoptik.

Aus einer geduckten Position mit Waffenauflage erfasste der Schütze die Drohne auf 180 bis 200 Metern Entfernung. Im „Locked“-Stadium – dem Zustand, in dem das SMASH-System das Ziel aktiv verfolgt und die Schussfreigabe berechnet – gab er zwei Schuss ab. Der Treffer wurde bestätigt, die Drohne neutralisiert.

Dieser Einsatz verdeutlicht zwei wesentliche Punkte: Erstens die klare Überlegenheit des SMASH-Systems gegenüber konventionellen Visierungen bei der Bekämpfung von Kleinstdrohnen. Zweitens die Fähigkeit, auch gegen drahtgelenkte Drohnen zu wirken, die sich elektronischen Gegenmaßnahmen entziehen.

Operative Erkenntnisse

Die dokumentierten Einsatzfälle mit dem SMASH 3000 System liefern übertragbare Erkenntnisse für die gesamte SMASH-Produktfamilie, da alle Varianten auf derselben Technologieplattform basieren:

  • Wirksamkeit auf relevanten Kampfentfernungen: SMASH-Systeme ermöglichen erfolgreiche Bekämpfungen Distanzen von bis ca. 200 Metern – Entfernungen, die für die Drohnenabwehr mit Handwaffen typisch und mit konventioneller Visierung kaum zu bewältigen sind.
  • Überlegenheit gegenüber konventioneller Visierung: Im direkten Vergleich scheiterten Soldaten an der gleichen Bedrohung, die ein SMASH-Nutzer mit wenigen Schuss neutralisierte.
  • Intuitive Bedienbarkeit: Die erfolgreiche Bekämpfung durch einen nicht formal zertifizierten Schützen zeigt, dass SMASH-Systeme auch mit minimaler Einweisung wirksam einsetzbar sind – ein kritischer Vorteil für alle Truppenteile ohne intensive Schussausbildung – von Unterstützungskräften bis hin zu Reservisten und schnelle Verlegungen.
  • Wirksamkeit gegen Fiber-Optic-Drohnen: SMASH bietet eine kinetische Lösung gegen eine Bedrohung, die sich elektronischen Gegenmaßnahmen entzieht. Dies macht die Systeme zu einer wesentlichen Ergänzung im C-sUAS-Fähigkeitsspektrum.
  • Digitale Nachweisführung: Die in SMASH-Systemen integrierte Aufzeichnungsfunktion ermöglicht eine nachträgliche Analyse und Trefferbestätigung – wertvoll für die operative Auswertung und Weiterentwicklung von Einsatzverfahren.
  • Flexible Systemwahl: Die Verfügbarkeit verschiedener Varianten (3000, X4, Hopper) ermöglicht es Streitkräften, die optimale Lösung für ihre spezifische Waffenplattform, Einsatzdoktrin und logistische Infrastruktur zu wählen.

Bedeutung für internationale Streitkräfte

Die dokumentierten Einsatzerfolge im Libanon sind mehr als einzelne taktische Erfolgsgeschichten. Sie belegen unter Gefechtsbedingungen, dass die SMASH-Technologieplattform eine praktikable und wirksame Antwort auf eine der drängendsten Bedrohungen moderner Konflikte darstellt.

FPV-Drohnen – konventionelle wie glasfasergesteuerte – sind längst nicht mehr nur ein Phänomen des Krieges in der Ukraine oder im Nahen Osten. Sie sind eine globale Bedrohung, auf die sich alle Streitkräfte vorbereiten müssen. Die SMASH-Produktfamilie bietet dabei einen entscheidenden Vorteil: Sie nutzt die vorhandene Bewaffnung des Soldaten und macht aus jeder Handwaffe ein wirksames Mittel zur Drohnenabwehr, ohne zusätzliche Spezialsysteme oder aufwendige Logistik.

Besonders relevant ist, dass die Technologie bereits in europäischen Streitkräften im Einsatz ist: Die Bundeswehr nutzt das SMASH X4 System, was die Einsatzreife, Zuverlässigkeit und praktische Tauglichkeit unter NATO-Standards eindrucksvoll belegt. Diese bewährte Integration in moderne europäische Verteidigungsstrukturen macht SMASH-Systeme zu einer besonders attraktiven Lösung für weitere NATO-Partner und befreundete Streitkräfte.

SMARTSHOOTER liefert seine Feuerleitsysteme bereits an befreundete Streitkräfte weltweit. Alle Varianten der SMASH-Familie sind kompatibel mit NATO-Standardwaffen und können in bestehende Ausrüstungsstrukturen integriert werden.

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