Die Republik Slowenien hat Diehl Defence mittels des Bundeswehr-Beschaffungsamtes BAAINBw mit der Herstellung und Lieferung zwei weiterer Luftverteidigungssysteme des Typs Iris-T SLM beauftragt. Wie aus einer heutigen Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, wurde der Kaufvertrag für die zusätzlichen Feuereinheiten samt Flugkörpern und logistischer Unterstützung bereits im Juli gezeichnet.
Wie auch die Bestellung des ersten Systems, die bereits im Januar 2024 erfolgte, werden auch die aktuellen beiden Feuereinheiten im Rahmen der European Sky Shield Initiative (ESSI), die 2022 von Deutschland ins Leben gerufen wurde, beschafft. Das Unternehmen merkt an, dass der Auftrag die erste Anschlussbeschaffung innerhalb von ESSI unter dem vertraglichen Rahmen des BAAINBw ist. „Beschaffungen innerhalb von ESSI ermöglichen einen schnelleren Beschaffungsprozess sowie in Zukunft große Synergieeffekte in den Bereichen Training, Wartung und Logistik, wovon ESSI-Kunden profitieren“, heißt es in der Mitteilung.
Das System Iris-T SLM ist laut Hersteller auf die Abwehr von Bedrohungen durch gegnerische Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und Drohnen auf eine Distanz von bis zu 40 km und einer Höhe von 20 km ausgelegt. Eine Feuereinheit Iris-T SLM besteht aus den Komponenten Startgerät, Radar und Gefechtsstand. Üblicherweise wird ein System mit drei Startgeräten, die jeweils bis zu acht SLM-Flugkörper tragen können, genutzt. Es wird durch Unterstützungselemente wie Werkstatt-, Ersatzteil- und Nachladefahrzeuge ergänzt. Das System zeichne sich durch seine hohe taktische Mobilität, Dislozierbarkeit der Startgeräte und Mehrfachzielbekämpfung bei geringem Personalaufwand aus.
Das Luftverteidigungssystem hat sich im Ukrainekrieg als besonders treffsicher bei der Abwehr von Langstrecken-Angriffsdrohnen und Marschflugkörper bewährt, selbst die Abwehr ballistischer Bedrohungen soll vereinzelt erfolgt sein. Diehl Defence gibt mit Verweis auf Kundenaussagen an, dass das System eine sehr hohe Trefferquote aufweist, sogar in Angriffswellen mit über 15 Zielen.
Neben der Ukraine ist das Luftverteidigungssystem auch in Ägypten im Einsatz. Weiterhin haben sich Deutschland, Estland, Lettland, Slowenien, Schweden und die Schweiz für die Beschaffung von Iris-T SLM entschieden. Zudem gibt es Signale aus Bulgarien, Litauen und Österreich, die auf eine Beschaffungsabsicht hindeuten.
Waldemar Geiger















