Hanwha Aerospace, ein führendes Sicherheits- und Verteidigungsunternehmen mit Hauptsitz in Südkorea, will mit Gründung der Hanwha Defence Deutschland GmbH (HDD) in Berlin seine Präsenz in Europa stärken und sich für ein langfristiges Engagement in Deutschland aufstellen.
Ziel sei es, Deutschland als zentrales europäisches Drehkreuz für Verteidigungsaktivitäten, industrielle Zusammenarbeit und Fähigkeitsbereitstellung von Hanwha zu positionieren, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.
Als südkoreanisches Unternehmen aus einem NATO-Partnerland (Indo-Pacific 4) verfolgt Hanwha nach eigenen Angaben das Ziel, seinen Beitrag zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses weiter auszubauen. Vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage sieht das Unternehmen seine zentrale Aufgabe darin, marktverfügbare, erprobte und NATO-qualifizierte Systeme in kurzer Zeit und in der erforderlichen Stückzahl bereitzustellen, um Streitkräfte rasch auszurüsten.
„Die Gründung von Hanwha Defence Deutschland ist ein weiterer wichtiger Meilenstein unserer internationalen Wachstumsstrategie“, erklärt Thorsten Kutz, Geschäftsführer der HDD. „Deutschland ist einer der bedeutendsten Verteidigungsmärkte Europas und bietet hervorragende Voraussetzungen für Innovationen, industrielle Zusammenarbeit und langfristige Investitionen. Wir verstehen uns als das deutsche Gesicht unseres Unternehmens – für die heimische Industrie ebenso wie für die Bundeswehr.“
Hanwha Defence Deutschland will laut Mitteilung marktreife technologische Lösungen in mehreren Fähigkeitsbereichen anbieten, darunter Munition, Luftverteidigung, Artillerie sowie weitreichende Präzisionswaffen. Ziel sei es, bestehende Fähigkeitslücken kurzfristig zu schließen und mögliche Engpässe mithilfe verfügbarer Produktionskapazitäten zu überbrücken, um unmittelbar eine Kaltstartfähigkeit zu gewährleisten.
In den kommenden Monaten plant HDD den Angaben zufolge substanzielle Investitionen in Personal, Infrastruktur, lokale Wertschöpfung und Partnerschaften in Deutschland. Ein besonderer Schwerpunkt liege dabei auf der engen Zusammenarbeit mit der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie regionalen Zulieferern.
Darüber hinaus führe Hanwha bereits fortgeschrittene Gespräche mit mehreren Bundesländern über den Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten in Deutschland.
Parallel dazu baut Hanwha der Mitteilung zufolge seine industrielle Präsenz innerhalb Europas und der NATO durch gezielte Investitionen und Partnerschaften weiter konsequent aus. In Polen wurde ein Joint Venture zur Produktion ballistischer Raketen etabliert. In Rumänien befindet sich derzeit eine Produktionsstätte für selbstfahrende Artilleriesysteme im Aufbau.
Auch in Estland treibe Hanwha neue Investitionsinitiativen voran, um dortige industrielle Verteidigungskapazitäten zu erweitern und die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern zu vertiefen.
Hanwha Aerospace bietet nach eigenen Angaben hochentwickelte Lösungen für Land-, See-, Luft- und Weltraumanwendungen. Mit einer wachsenden Präsenz in Asien, Europa, dem Nahen Osten und Nord- sowie Südamerika unterstütze das Unternehmen verbündete Staaten bei der Stärkung ihrer Verteidigungsfähigkeiten und ihrer industriellen Resilienz. Das umfassende Portfolio umfasst unter anderem Artilleriesysteme, gepanzerte Fahrzeuge, präzisionsgelenkte Munition, Flugzeugtriebwerke, Satelliten und Raumfahrttechnologien.
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