Die spanische Indra-Gruppe und die koreanische Hanwha Aerospace, ein Tochterunternehmen der Hanwha-Gruppe, haben heute ein Memorandum of Understanding über die Entwicklung selbstfahrender Rohrartilleriesysteme unterzeichnet, die auf die Bedürfnisse der spanischen Streitkräfte zugeschnitten werden sollen. Wie Indra in einer Mitteilung schreibt, soll Spanien durch die Produktion vor Ort autonome Fähigkeiten erhalten und am Design der Kettenfahrzeugplattformen beteiligt werden. Indra erwartet durch die Allianz einen bedeutenden Technologietransfer nach Spanien.
Das Projekt basiert auf der K9-Fahrzeugfamilie von Hanwha, auf deren Grundlage Spanien ein eigenes Fahrgestell entwerfen und fertigen will, wobei Indra die Konstruktionshoheit innehat. Die Lösung, die Indra für die spanischen Streitkräfte entwerfen und fertigen will, besteht den Angaben zufolge aus der Panzerhaubitze (128 Einheiten), einem Munitionsnachschubfahrzeug (120 Einheiten), einem Führungsfahrzeug (11 Einheiten) und einem Bergefahrzeug (21 Einheiten). Zusammen bilden diese Komponenten laut Indra das Kettenfahrzeugsystem SPA, das im Rahmen des gemeinsam von der Indra-Gruppe und der EM&E-Gruppe entwickelten Sondermodernisierungsprogramms definiert wurde.
Indra wird laut Mitteilung die Fahrgestelle dieser Fahrzeuge in Spanien fertigen und sie mit dem eigenen Missionssystem sowie weiteren Systemen ausstatten sowie die Führungsfahrzeuge vollständig entwickeln. Die geplanten Arbeiten erfordern eine Investition in Höhe von 130 Millionen Euro, um das Indra-Werk in Gijón mit neuen industriellen Kapazitäten und einem modernen Maschinenpark sowie einem neuen zusätzlichen Integrationswerk in der Stadt auszustatten. Der geschätzte Arbeitsaufwand werde die Schaffung von 500 direkten und 1.000 indirekten Arbeitsplätzen mit sich bringen, schreibt Indra.
Die Vereinbarung, die am Hauptsitz der Indra-Gruppe in Madrid unterzeichnet wurde, stelle einen wichtigen Schritt nach vorne für den gesamten spanischen Verteidigungssektor dar, indem eine äußerst wertvolle bilaterale Kooperationsbeziehung begründet wird, schreibt Indra. Frank Torres, Geschäftsführer von Indra Land Vehicles, erklärte: „Die zwischen Indra und Hanwha, zwei bedeutenden Rüstungsunternehmen, getroffene Vereinbarung ermöglicht es uns, eine eigene Fahrzeugfamilie mit erheblicher kommerzieller Attraktivität zu entwickeln.“
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