Koproduktion des Luftverteidigungssystems SAMP/T NG: Pistorius will Angebot von Macron eingehend prüfen

Lars Hoffmann

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Verteidigungsminister Boris Pistorius will den Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, mit Deutschland in eine Koproduktion des Luftverteidigungssystems SAMP/T NG einzusteigen, eingehend prüfen. Es handele sich technisch, aber auch hinsichtlich der militärischen Operationalität um eine „durchaus knifflige Frage“, sagte Pistorius heute vor Journalisten bei seinem Besuch beim Landsystemhaus KNDS Deutschland in Kassel.

Macron hatte beim deutsch-französischen Ministerrat am vergangenen Freitag in Brühl das Angebot gemacht, Deutschland an der Produktion des französisch-italienischen Luftverteidigungssystems SAMP/T NG zu beteiligen. Der französische Präsident betonte die Bedeutung europäischer Souveränität bei der Luftverteidigung. SAMP/T ist das einzige europäische System, das zur Abwehr ballistischer Raketen befähigt ist.

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Es handele sich um einen sehr erfreulichen Vorschlag des französischen Staatspräsidenten, sagte Pistorius in Kassel. Grundsätzlich sei Deutschland offen dafür. Er räumte jedoch ein, dass die Bundeswehr gegenwärtig das Patriot-System nutze. „Es ist nicht ohne Weiteres und vor allen Dingen nicht leicht vorstellbar, mit zwei verschiedenen Systemen innerhalb der Streitkräfte zu arbeiten.“ Aber man rede am Ende über Entwicklungen der nächsten Jahre und womöglich sogar zehn Jahre und mehr. „Und dann ist wiederum sehr viel vorstellbar“, betonte der Minister.

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„Wir sollten deshalb dieses Angebot sehr, sehr ernst nehmen, darauf eingehen und uns sehr konkret und inhaltlich damit beschäftigen. Ohne dass ich heute schon sagen könnte, mit welchem Ergebnis.“

Gegenwärtig sind noch keine Details des französischen Angebots bekannt. Beobachter gehen davon aus, dass sich am einfachsten eine Beteiligung von MBDA Deutschland an der Herstellung des Boden-Luft-Flugkörpers ASTER 30 B1NT, der für SAMP/T NG vorgesehen ist, realisieren ließe.

Lars Hoffmann