KNDS arbeitet an Ausbau der Produktionskapazitäten – Standort Kassel soll weiter wachsen

Lars Hoffmann

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Das deutsche Landsystemhaus KNDS Deutschland arbeitet gegenwärtig am Ausbau seiner Produktionskapazitäten und ist dazu mit mehreren potenziellen Partnern in der Diskussion. Kooperationen mit Unternehmen, die nicht zur Rüstungsindustrie gehören, seien „extrem wichtig“, um die Skalierung hinzubekommen, sagte Florian Hohenwarter, CEO von KNDS Deutschland, heute im Anschluss an einen Besuch von Verteidigungsminister Boris Pistorius am KNDS-Standort Kassel.

Sein Unternehmen benötige in Deutschland noch weitere Standorte. „Wir sind da konkret in Gesprächen sowohl mit Automobilherstellern als auch mit Nicht-Automobilherstellern.“ Kooperationen seien erforderlich, weil nur durch die organische Vergrößerung das Hochfahren der Produktion in der geplanten Größenordnung in kurzer Zeit schwer möglich sei. KNDS ist bereits eine solche Kooperation mit Dräxlmeier eingegangen, wo Komponenten für den Boxer gefertigt werden sollen. Es hänge vom Partner und von den Rahmenbedingungen ab, ob ein Werk wie von Alstom in Görlitz übernommen oder nur eine Partnerschaft eingegangen werde. Beides sei möglich, so Hohenwarter.

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Er kündigte weitere große Investitionen in Kassel an, wo KNDS Deutschland nach der Zeitenwende von zwei auf vier Standorte gewachsen sei. „Der Kasseler Standort hat für uns eine zentrale Bedeutung“, betonte der Manager. Hier sei ein Großteil der Entwicklungskompetenz neben München angesiedelt, etwa die Produktionsstätten für Türme. So werden im Augenblick vor Ort zahlreiche neue Gebäude errichtet. Es würden noch zusätzliche Flächen und Standorte dazukommen, sagte der Manager.  Im Konzern sollen für dieses und nächstes Jahr über eine Milliarde Euro in alle Standorte und Kooperationen investiert werden.

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Gegenwärtig sei der Börsengang von KNDS „on hold“, so Hohenwarter. Allerdings werde der Markt sehr genau beobachtet, um zu entscheiden, wann man Richtung IPO gehe. „Wir sind weiterhin ready“ und der Börsengang könne kurzfristig erfolgen, sagte Hohenwarter.

Lars Hoffmann