KNDS weitet Produktion des Radpanzers BOXER aus

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Das Landsystemhaus KNDS hat heute am Standort München/Allach eine Fertigungs- und Produktionsstraße für das geschützte 8×8-Radfahrzeug BOXER eröffnet und ist eine strategische Partnerschaft bei der Produktion dieser Fahrzeuge mit dem in Vilsbiburg ansässigen Unternehmen DRÄXLMAIER GROUP eingegangen.

Als Teil der industriellen Skalierungsmaßnahmen werden allein an dem Standort in München zukünftig zehn BOXER-Fahrmodule in einer Linienserienfertigung pro Monat produziert, wie aus einer Mitteilung von KNDS hervorgeht. Weitere Produktionsstätten bei KNDS und seinen Partnern in einem ähnlichen Setting sollen die Stückzahlen der Boxerproduktion auf ein neues Level bringen.

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Die neue Fertigungsstraße sei Teil eines umfangreichen Maßnahmenpaketes mit dem Ziel, bis 2030 sechsmal so viele BOXER-Systeme wie bisher zu fertigen, um unter anderem den Bedarf des deutschen Heeres zu erfüllen. Die Eröffnung der Produktionslinie fand in Anwesenheit des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder statt. Florian Hohenwarter, CEO von KNDS Deutschland, präsentierte dem Politiker das neue Serienkonzept.

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„Die klare Erwartung vieler Streitkräfte und Regierungen an uns ist, die Produktion für die Verteidigungsfähigkeit Europas zu steigern. Bayern spielt dabei eine besondere Rolle für KNDS. Wir werden auch zukünftig weiter in unsere Standorte im Freistaat investieren und unsere Aktivitäten ausbauen“, sagte Hohenwarter laut Mitteilung.

Neben der Steigerung der BOXER-Fahrmodul-Produktion geht KNDS eine strategische Partnerschaft zur Produktion von BOXER-Missionsmodulen ein. Die Firma DRÄXLMAIER plant den Angaben zufolge an seinem bayerischen Firmenstandort Landau an der Isar, eine signifikante Anzahl von Missionsmodulen zu produzieren. Dazu unterschrieben Hohenwarter und Jan Reblin, CEO von DRÄXLMAIER, im Rahmen des Ministerpräsidentenbesuchs ein Memorandum of Understanding.

„Mit über 65 Jahren Erfahrung in der Entwicklung, Validierung und Industrialisierung von Serienprodukten der Automobilindustrie bringen wir unsere prozessualen und technologischen Kompetenzen gezielt in die Fertigung komplexer Subsysteme ein. Die Partnerschaft mit KNDS ist für uns ein bedeutender Meilenstein und verbindet zwei leistungsfähige bayerische Unternehmen zu einer stabilen industriellen Zusammenarbeit“, so DRÄXLMAIER-Chef Jan Reblin.

Mit über 2.000 Systemen ist der BOXER laut KNDS in Deutschland, den Niederlanden, Litauen, dem Vereinigten Königreich, Katar, Australien und der Ukraine unter Vertrag. Hauptauftragnehmer für das BOXER-Entwicklungsprogramm in Deutschland, den Niederlanden, Litauen und dem Vereinigten Königreich ist die ARTEC, ein Joint Venture von KNDS Deutschland, Rheinmetall Landsysteme und Rheinmetall Defence Nederland B.V. Darüber hinaus koordiniert ARTEC die Serienproduktion und ist die zentrale Anlaufstelle für alle BOXER-Exportangelegenheiten.
lah