Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL) hat die ersten Schießerprobungen des britischen Kampfpanzers Challenger 3 mit Besatzung an Bord erfolgreich abgeschlossen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Damit sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Auslieferung des Kampfpanzers der nächsten Generation erreicht worden.
Die Versuche, die laut Rheinmetall auf einem Truppenübungsplatz durchgeführt wurden, waren den Angaben zufolge die ersten Schussversuche mit einem neu entwickelten Kampfpanzer seit mehr als 30 Jahren in Großbritannien.
Als Teil der schrittweisen Überprüfung der Fähigkeiten und Systeme des Panzers vor seiner Indienststellung folgte der Test einem abgestuften Programm. Dieses begann zuerst fernbedient und ging dann zu Schussversuchen mit Besatzung gestellt durch Mitarbeiter von Rheinmetall BAE Systems Land über.
Der Challenger 3 ist mit der 120mm-Glattrohrkanone L55A1 von Rheinmetall ausgestattet. Er verschießt die neuesten Wuchtgeschosse (Kinetische Energie/KE) und programmierbare Mehrzweck (MZ)-Munition.
Mark Colley, Senior Responsible Owner der British Army, wird mit der Aussage zitiert: „Dieser Meilenstein spiegelt die Vorteile der engen Zusammenarbeit zwischen dem Verteidigungsministerium und der Industrie wider. Der erfolgreiche Schuss mit Besatzung aus dem Challenger 3 zeigt den konkreten Fortschritt bei der Lieferung des modernisierten Kampfpanzers, den die British Army benötigt.“
Nach diesem Meilenstein wird der Kampfpanzer laut Mitteilung weiteren Tests unterzogen, bevor er als Kernstück des Modernisierungsprogramms der British Army in den operativen Dienst gestellt wird.
Der Challenger 3 wird von Rheinmetall BAE Systems Land im Rahmen eines Auftrags im Wert von über 800 Millionen Pfund in Telford hergestellt, wodurch hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden, darunter 300 bei RBSL und weitere 450 in ganz Großbritannien. Laut Rheinmetall sollen 148 modernisierte Panzer an die British Army ausgeliefert werden.
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