Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall zeigt auf der diesjährigen Rüstungsmesse Eurosatory in Paris mit dem „Lynx KF41 Recce“ erstmals eine Spähpanzervariante der Kettenplattform, die zudem eine Selbstverteidigungsfähigkeit gegen Drohnen aufweist.
Rheinmetalls Angaben zufolge verbindet das hochvernetzte ISTAR-System (Intelligence, Surveillance, Target Acquisition and Reconaissance) Aufklärung, Zielerfassung, Führungsunterstützung und Schutz in einer Plattform und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Informationsüberlegenheit eigener Kräfte. Darüber hinaus verfügt der Spähpanzer über ein eingerüstetes C-UAS-Kit. „Dank der darin enthaltenen modernen Sensorik können Drohnen frühzeitig als Bedrohung erkannt und mit der vorhandenen luftsprengpunktfähigen Munition der Hauptbewaffnung effektiv und effizient bekämpft werden“, beschreibt Rheinmetall die Fähigkeit des Drohnenabwehr-Kits, das sich auch in andere Lance-Türme einrüsten lässt. hartpunkt hat die Merkmale des C-AUS-Kits bereits vor zwei Wochen in einem separaten Beitrag beschrieben.
Weitere Ausstattungsmerkmale des Spähpanzers sind ein Zwei-Mann-Turm des Typs LANCE mit integrierter 30mm-Maschinenkanone MK30-2/ABM, die luftsprengpunktfähige Munition verschießen kann. Darüber hinaus verfügt das Fahrzeug über einen ausfahrbaren Sensormast mit leistungsfähiger Aufklärungssensorik, der Rheinmetall zufolge die Beobachtungs- und Aufklärungsreichweite erheblich erweitert und die frühzeitige Erfassung sowie Identifikation von Zielen auch unter komplexen Einsatzbedingungen ermöglicht. Ergänzt wird das Fähigkeitsspektrum durch das aktive Schutzsystem StrikeShield, das Herstellerangaben zufolge die Überlebensfähigkeit der Plattform deutlich erhöht und den Besatzungsschutz auf ein neues Niveau hebt.
„Mit dem Lynx KF 41 Recce demonstriert Rheinmetall die konsequente Weiterentwicklung der Lynx-Familie hin zu einem vollständig vernetzten Gefechtsfahrzeugsystem für die digitalisierte Operationsführung. Anspruch war und bleibt es, dass die Gefechtsfahrzeugfamilie den heutigen und zukünftigen Anforderungen in den Domänen Land sowie Cyber- und Informationsraum gerecht wird. Der Lynx KF41 steht für höchste Modularität. Die offene Systemarchitektur ermöglicht die schnelle Integration neuer Sensoren, Effektoren und digitaler Anwendungen und stellt sicher, dass der Lynx auch zukünftigen technologischen und operativen Anforderungen gerecht wird“, beschreibt Rheinmetall die Vorzüge der Spähpanzervariante des Lynx.
Waldemar Geiger
















