Kongsberg schließt Rüstungssparten zusammen

Der norwegische Technologie- und Rüstungskonzern Kongsberg fasst seine beiden Rüstungssparten zu einer neuen Einheit zusammen. Man wolle mit der Maßnahme die Wettbewerbsfähigkeit steigern, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der neue Geschäftsbereich  Kongsberg Defence & Aerospace soll am 1. Oktober diesen Jahres seine Tätigkeit unter der Führung von Eirik Lie aufnehmen. Kongsberg steht kurz vor der Gründung eines Joint Ventures für U-Boot-Führungssysteme mit der TKMS-Tochter Atlas Elektronik, die für Oktober erwartet wird.

Laut Kongsberg soll der Merger beider Rüstungssparten zu einer effektiveren Ressourcennutzung  – etwa bei Verkauf und Marketing sowie Entwicklung und Produktion – führen.

Kongsberg Protech Systems mit einem Umsatz von 2,1 Mrd NOK im Jahr 2016 und der Spezialisierung auf ferngesteuerte Waffenstationen erwarte in der nächsten  Zeit eine geringere Nachfrage. Dagegen sei die Nachfrage nach einigen  Produkten von Kongsberg Defence Systems mit 4,3 Mrd NOK erheblich. Laut Kongsberg sollen durch die Verschmelzung ab 2018 pro Jahr rund 100 Mio NOK eingespart werden.
lah/12/9.9.2017