KNDS Deutschland und TYTAN Technologies kooperieren bei der Entwicklung von Drohnenabwehrlösungen

Waldemar Geiger

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Das Münchener Landsystemhaus KNDS Deutschland und das Münchener Technologie-Start-up TYTAN Technologies erweitern ihre bestehende Zusammenarbeit im Bereich der Drohnenabwehr für militärische Landsysteme und Einsatzlösungen. Dazu wurde heute eine entsprechende Vereinbarung (MoU) unterzeichnet.

Wie beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung schreiben, knüpft die Zusammenarbeit an die erfolgreiche Integration des kinetischen Abfangsystems Interceptor-S von TYTAN in den Boxer RCT30 an. Eine Variante des Fahrzeuges wird in die Bundeswehr als Radschützenpanzer Schakal eingeführt, hier aber wohl erstmal ohne diese Fähigkeit.

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Das vollständig integrierte System wurde den Herstellern zufolge im Herbst 2025 im Rahmen der Experimentalserie Land der Bundeswehr in Munster/Bergen präsentiert. KNDS und TYTAN verpflichten sich nun eigenen Angaben nach zur gemeinsamen Entwicklung dieser Lösungen, um die Landsysteme von KNDS und ihre Besatzungen mithilfe der Drohnenabwehrtechnologie von TYTAN vor unbemannten Luftfahrzeugen zu schützen.

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Darüber hinaus umfasst die Kooperation die gemeinsame Entwicklung des neuen europäischen Standards für mobile Startsysteme für unbemannte Luftfahrtsysteme sowie die Weiterentwicklung von Drohnenabwehrtechnologien in den Bereichen Basisschutz und Luftverteidigung an der Front.

Der Interceptor S wurde von TYTAN speziell für den Schutz von Gefechtsfahrzeugen entwickelt und erstmalig auf der AFCEA 2025 gezeigt, hartpunkt berichtete. Damit die Abfangdrohne möglichst platzsparend auf Fahrzeugen integriert werden kann, verfügt das System über vier einklappbare Leitwerke, an deren Enden sich jeweils ein Antriebsmotor befindet. Das Design sieht daher den Start der Abfangdrohnen aus Kanistern vor, die beispielsweise seitlich an einem Boxer befestigt werden könnten. Die Reichweite der Drohne wurde mit 5 km angegeben, die Geschwindigkeit mit 200 bis 300 km/h. Das maximale Abfluggewicht der rund 50 cm großen Drohne beträgt 3 kg. Generell soll das System, genauso wie die größeren Abfangdrohnen auch, zum Abfangen und Zerstören von Drohnen der Class II in einer Höhe von bis zu 2.000 m geeignet sein.

Waldemar Geiger