Hensoldt liefert Spexer-Radar zur Drohnenabwehr für deutsche Korvette

Lars Hoffmann

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Der Sensorspezialist Hensoldt bietet seine Spexer-Radarfamilie ab sofort auch als Marine-Lösung an. Wie das Unternehmen gestern in einer Mitteilung mitteilte, ist ein erster Vertrag mit der Marine eines NATO-Landes bereits unterschrieben worden. Im Mittelpunkt der Marine-Version stehe die Detektion und Abwehr von Drohnen auf See. Darüber hinaus suche das Spexer-Radar die Meeresoberfläche auf Anti-Schiffs-Raketen und U-Boot-Periskope ab. Spexer-Radare sollen unter anderem beim Flakpanzer Skyranger von Rheinmetall, der speziell zur Drohnenabwehr beschafft wird, eingesetzt werden.

Bei der genannten Marine eines NATO-Landes dürfte es sich um die Deutsche Marine handeln. Wie aus einer Mitteilung des Bundeswehr-Beschaffungsamtes BAAINBw auf der europäischen Vergabeplattform TED von Ende August hervorgeht, werden zwei Radare des Typs Spexer 2000 3D direkt bei Hensoldt beschafft. Zur Begründung heißt es: „Das ,Spexer 2000 3D` ist aktuell die einzige Radaranlage, welche nachgewiesenermaßen die notwendigen militärischen Eigenschaften zu einer Nutzung auf der Korvette K130 und einer querschnittlichen Nutzung in der Bundeswehr erfüllt. Die Beschaffung eines Systems eines anderen Herstellers würde nicht zur Erfüllung der benötigten Parameter führen und wäre auch aus technischen Gründen nicht auf der Korvette K130 integrierbar.“ Die Beschaffung soll bis Ende Januar 2026 abgeschlossen werden.

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Laut Hersteller biet die Spexer-Radarfamilie Hochleistungsüberwachungsradare für verschiedene Reichweiten zur automatischen Erkennung und Klassifizierung von Boden-, See- und niedrig fliegenden Luftzielen. Das Spexer 2000 kommt neben dem Skyranger 30 auch im deutschen Programmen cUAS zum Schutz von Feldlagern (ASUL), HoWiSM (Hochenergielaser zur Drohnenabwehr) und Nah- und Nächstbereichsschutz (NNbS) zum Einsatz.

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„Wir können mit Software die Funktionalität unserer Produkte so erweitern, dass sie in verschiedenen Szenarien eingesetzt werden können“, wird Markus Rothmaier, Leiter Naval & Ground Radars bei Hensoldt, in der Mitteilung zitiert. „Mit unseren Fähigkeiten aus der Bewegung heraus, sind wir prädestiniert für eine Seeanwendung. Daher ist der Einsatz des Spexer-Radars auf See ein weiterer konsequenter Schritt auf unserem Weg maritime Einheiten auszurüsten.“

Lars Hoffmann