DroneHammer – Drohnenabwehrflugkörper mit CO2-Gefechtskopf absolviert erste Flugerprobung

Waldemar Geiger

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Der bei der neu gegründeten Skylance GmbH in Entwicklung befindliche Drohnenabwehrflugkörper DroneHammer hat erste erfolgreiche Flugversuche absolviert, wie Skylance-Geschäftsführer Philipp Bohne gegenüber hartpunkt bestätigt hat. Bei dem DroneHammer handelt es sich um einen Flugkörper mit einem optischen Suchkopf und CO2-Gefechtskopf, mit dem Class-1-Drohnen (Gewicht weniger als 25 kg) im Nahbereich kostengünstig bekämpft werden sollen.

Bohne zufolge wurde der DroneHammer in den letzten Monaten weiterentwickelt, so dass die aktuell durchgeführte Flugkampagne mit einer MK-2-Variante des Flugkörpers geflogen wird. Mit rund 700 g Gewicht hat der Flugkörper eine Gesamtlänge von rund 70 cm und einen 70mm-Außendurchmesser. Ziel sei es jedoch, die Maße auf 60 cm Länge und 60 mm Durchmesser runterzukriegen.

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Aktuell finden Einzelkomponententests statt, bei dem die Funktionalität des Trägersystems, der Optik und des Gefechtskopfes getestet wird oder bereits wurde. Zudem hat man die Steuerung des Systems digitalisiert, so dass jegliche Parameteränderungen in einem digitalen Zwilling simuliert getestet werden können.

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Der selbstgesteckte Zeitplan des Managers sieht noch in diesem Jahr Testversuche des Gesamtsystems in der Wehrtechnischen Dienststelle in Manching vor. Ziel ist dann, im ersten Quartal 2026 die Entwicklung mit einem sogenannten Designfreeze zu beenden.

Das Konzept des DroneHammer wurde ursprünglich von den beiden deutschen Unternehmen e-Wolf GmbH und WARGdrones GmbH entwickelt und Ende Mai 2025 auf der AFCEA-Fachausstellung in Bonn erstmals öffentlich vorgestellt, hartpunkt berichtete. Die Entwicklung des seit kurzem als Kriegswaffe klassifizierten Flugkörpers wird jedoch in der vor wenigen Tagen gegründeten Skylance GmbH erfolgen.

Den Angaben der beiden Unternehmen zufolge soll ein einziger DroneHammer-Flugkörper in der Serienproduktion wenige tausend Euro kosten. Dies werde durch konsequente Nutzung von kostengünstigen sowie teilweise auch unkonventionellen Technologien und Komponenten erreicht. So wird beispielsweise die Führung des Flugkörpers durch einen einfachen optischen Sensor in der Raketenspitze gewährleistet – dafür muss das Ziel aktiv mit einem Laser beleuchtet werden.

Interessant ist zudem die verwendete Gefechtskopftechnologie, dessen Bekämpfungsdurchmesser mit 10 m angegeben wird. Erreicht wird dies dadurch, dass eine CO2-Kartusche umsetzt und Fragmente gegen das in unmittelbarer Nähe befindliche Ziel beschleunigt. Dabei wird eine Wirkung vergleichbar mit einem Schrotschuss erzielt. Bohne zufolge wurde die Wirksamkeit des Gefechtskopfes gegen Class-1-Drohnen bereits in statischen Versuchen erfolgreich nachgewiesen. Tests im Rahmen von Flugversuchen sollen nun folgen.

Ein einfacher Feststoffraketenantrieb sorgt für eine Abfanggeschwindigkeit von mehr als 500 km/h und eine effektive Reichweite von mehr als 600 m. Die Abfangdauer wird mit 3 Sekunden angegeben. Damit ist das System vor allem für die Drohnenbekämpfung im absoluten Nahbereich vorgesehen. Die Definition des Nahbereichs ist in diesem Zusammenhang jedoch relativ, da sich die Entwickler die Nutzung des Drohnenabwehr-Flugkörpers auf einer breiten Palette von Abschussplattformen vorstellen können. Neben dem schultergestützten Einsatz soll die DroneHammer auch als Bewaffnung von Bodenplattformen und fliegenden Jagddrohnen dienen können.

Waldemar Geiger