Deutschland schickt Tornados und Fregatte

Die Bundeswehr will Frankreich beim Kampf gegen den IS stärker unterstützen als noch vor wenigen Tagen angedeutet. So hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Donnerstag angekündigt, Aufklärungs-Tornados in Richtung Syrien in Marsch zu setzen. Pressemeldungen zufolge soll es um vier bis sechs Flugzeuge dieses Typs gehen. Außerdem wird eine deutsche Fregatte für den Begleitschutz des französischen Flugzeugträgers Charles de Gaulle abgeordnet, von dem Angriffe gegen denn IS geflogen werden sollen. Darüber hinaus solle ein deutsch-französischer Satellit für die Aufklärung in Syrien genutzt werden, sagte die Ministerin. Außerdem stellte sie deutsche Luftbetankungsmöglichkeiten für französische Jets in Aussicht.

Bereits am Mittwoch hatte von der Leyen angekündigt, die Truppenstärke der Bundeswehr im afrikanischen Staat Mali im Rahmen einer UN-Mission von rund 200 auf 650 Soldaten zu erhöhen, um die französischen Streitkräfte dort zu entlasten. Daneben soll die Zahl der im Nordirak eingesetzten deutschen Soldaten von 100 auf 150 aufgestockt werden, um die Peschmerga zu trainieren.

Für den Fall eines „schweren Großschadensereignisses“ in Frankreich, habe man Paris umfassende medizinische Unterstützung der Bundeswehr versprochen, sagte die Ministerin am Mittwoch. Der Bundestag muss die Einsätze noch genehmigen.
lah/12/27.11.2015