Näher an die Truppe – STARK eröffnet Standort in Litauen

Waldemar Geiger

Anzeige

Das deutsche Defence-Tech-Unternehmen STARK, das von der Bundeswehr unter anderem mit der Lieferung von Loitering-Munition-Systemen des Typs Virtus beauftragt wurde, eröffnet einen Standort in Litauen, um künftig noch enger mit Streitkräften vor Ort zusammenarbeiten und Erkenntnisse aus der Anwendung unmittelbar in die Weiterentwicklung seiner Systeme einfließen lassen zu können. Dies schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Dazu soll ein Team aus Ingenieuren und Mitarbeitern mit militärischem Hintergrund dem Unternehmen zufolge einen direkten Austausch mit den Nutzern (Bundeswehr sowie litauische und baltische Streitkräfte) an der NATO-Ostflanke pflegen.

Anzeige

„Eine wichtige Lehre aus der Ukraine ist für uns, dass moderne Verteidigungstechnologie nicht über Jahre hinweg losgelöst von ihren Nutzern entwickelt werden kann“, wird Uwe Horstmann, CEO von STARK, in der Mitteilung zitiert. „Mit unserem Standort in Litauen gehen wir bewusst dorthin, wo die Bundeswehr ihre Präsenz verstärkt und gemeinsam mit ihren Verbündeten Verantwortung für die Sicherheit Europas übernimmt. So schaffen wir die Voraussetzungen, um eng mit den deutschen und baltischen Streitkräften zusammenzuarbeiten, sie bei der Ausbildung zu unterstützen und unsere Systeme unmittelbar an ihre operativen Anforderungen anzupassen“, erklärt Horstmann weiter.

Anzeige

„Die Sicherheit Europas entscheidet sich u.a. im Ostseeraum an der NATO-Ostflanke. Dafür brauchen unsere Streitkräfte nicht nur moderne Fähigkeiten, sondern auch eine leistungsfähige Verteidigungsindustrie, die nah an den Soldatinnen und Soldaten ist, ihre Anforderungen versteht und schnell reagieren kann“, ergänzt Jürgen-Joachim von Sandrart, Generalleutnant a. D., unter anderem rüstungswirtschaftlicher Berater des Bundeswirtschaftsministeriums und verteidigungspolitischer Berater des litauischen Ministerpräsidenten. „Eine stärkere Präsenz innovativer europäischer Unternehmen in Litauen ist deshalb ein wichtiger Schritt, um unsere Verteidigungsfähigkeit nachhaltig zu stärken“, so von Sandrart.

Waldemar Geiger