Mit dem kürzlichen Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde wird das deutsche Defence-Tech-Unternehmen STARK, das auf die Entwicklung von Strike-Drohnen und weiteren Verteidigungstechnologien spezialisiert ist, nun mit über einer Milliarde Euro bewertet und ist damit ein Einhorn. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte auf Anfrage von hartpunkt entsprechende Medienberichte.
Die in Kürze erwartete Bundeswehrbeschaffung von Loitering Munition dürfte nicht unwesentlich zu der neuen Bewertung beigetragen haben. Gut unterrichteten Kreisen zufolge planen die deutschen Streitkräfte mit STARK eine Rahmenvereinbarung im Wert von fast 3 Milliarden Euro abschließen, wenn alle Optionen gezogen werden sollten. In einem ersten Schritt ist jedoch erst die Beschaffung von Loitering Munition Systemen des Typs Virtus im Wert von rund 270 Millionen Euro vorgesehen.
Die Virtus ist ein 2 m hohes Wirkmittel mit X-förmigen Flügeln und einer Flügelspannweite von 1,8 m. An den Flügelspitzen befindet sich jeweils ein elektrisch angetriebener Propeller. Zudem verfügt die Strike-Drohne über ein Heckleitwerk mit vier kurzen, ebenfalls X-förmig angeordneten Flügeln. Das bis zu 30 kg schwere System (max. Abfluggewicht) kann nach Angaben von STARK mit einer modularen, bis zu 5 kg schweren Nutzlast bestückt werden und weist eine Flugzeit von 60 Minuten auf. Die Einsatzreichweite wird mit 80 bis 100 km angegeben.
Die Reisegeschwindigkeit gibt STARK mit 120 km/h an, im Ziel-Endanflug soll die Virtus im Zuge eines Sturzfluges eine Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h erreichen. Die Operationshöhe wird mit 2 km angegeben. Die Vorbereitungszeit für den Einsatz der Strike-Drohne beträgt dem Unternehmen zufolge weniger als 10 Minuten.
Mehrere KI-gestützte Funktionen – GNSS-freie-Navigation, Objekterkennung, Tracking und eine automatische Ziel-End-Anflug-Verfolgung – sowie ein gehärteter Datenlink sollen den Einsatz selbst unter widrigsten Bedingungen des elektronischen Kampfes sicherstellen. STARK gibt an, mit der Virtus selbst in GNSS-gestörter Umgebung bis auf 1 m genau wirken zu können.
Waldemar Geiger


















