STARK liefert Loitering Munition an nordeuropäischen NATO-Kunden

Waldemar Geiger

Anzeige

Das auf die Entwicklung von Strike-Drohnen spezialisierte deutsche Defence-Tech-Unternehmen STARK hat einen weiteren Vertrag für die Lieferung von Loitering Munition mit einem europäischen NATO-Land abgeschlossen. Wie das Unternehmen in einer heute veröffentlichten Mitteilung schreibt, erfolgte der Vertragsabschluss Anfang Februar. Die Lieferung der ersten Systeme ist ebenfalls für Februar geplant. Mit dem Abschluss der Lieferverpflichtungen wird für Ende August gerechnet.

Auf Nachfrage von hartpunkt bestätigte das Unternehmen, dass es sich bei dem bestellten System um die Virtus handelt. Spezifischen Angaben zum Kunden wollte man jedoch mit Verweis auf die vereinbarte Vertraulichkeit nicht machen, außer, dass es sich um ein nordeuropäisches Land handelt.

Anzeige

Wie STARK schreibt, demonstriert man damit erneut seine Fähigkeit, hochwirksame unbemannte Systeme innerhalb kürzester Zeit bereitzustellen und auf akute operative Anforderungen zu reagieren. „Unser Anspruch ist es, ein langfristiger und verlässlicher Partner für verbündete Streitkräfte zu sein. Gerade im aktuellen sicherheitspolitischen Umfeld sind Geschwindigkeit, Verlässlichkeit und ein tiefes Verständnis der Einsatzrealität entscheidend“, wird Jan-Patrick Helmsen, Chief Sales Officer von STARK, in der Mitteilung zitiert. „Der Vertragsabschluss bestätigt das Vertrauen in unsere Technologie und unsere Fähigkeit, operative Anforderungen schnell und zuverlässig umzusetzen“, so Helmsen weiter.

Anzeige

Die Virtus ist ein 2 m hohes Wirkmittel mit X-förmigen Flügeln und einer Flügelspannweite von 1,8 m. An den Flügelspitzen befindet sich jeweils ein elektrisch angetriebener Propeller. Zudem verfügt die Strike-Drohne über ein Heckleitwerk mit vier kurzen, ebenfalls X-förmig angeordneten Flügeln. Das bis zu 30 kg schwere System (max. Abfluggewicht) kann nach Angaben von STARK mit einer modularen, bis zu 5 kg schweren Nutzlast bestückt werden und weist eine Flugzeit von 60 Minuten auf. Die Einsatzreichweite wird mit 80 bis 100 km angegeben.

Die Reisegeschwindigkeit gibt STARK mit 120 km/h an, im Ziel-Endanflug soll die Virtus im Zuge eines Sturzfluges eine Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h erreichen. Die Operationshöhe wird mit 2 km angegeben. Die Vorbereitungszeit für den Einsatz der Strike-Drohne beträgt dem Unternehmen zufolge weniger als 10 Minuten.

Mehrere KI-gestützte Funktionen – GNSS-freie-Navigation, Objekterkennung, Tracking und eine automatische Ziel-End-Anflug-Verfolgung – sowie ein gehärteter Datenlink sollen den Einsatz selbst unter widrigsten Bedingungen des elektronischen Kampfes sicherstellen. STARK gibt an, mit der Virtus selbst in GNSS-gestörter Umgebung bis auf 1 m genau wirken zu können.

Waldemar Geiger