Knifefish-Störpanzer sollen offenbar noch 2026 bestellt werden

Waldemar Geiger

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Im Rahmen des Vorhabens „Geschütztes System zum Stören gegnerischer Kommunikation“ (GeSys SgK) soll die Bundeswehr zwei neue Störpanzer-Varianten erhalten, die den hartpunkt vorliegenden Informationen zufolge auf Basis des Radpanzers Piranha 5 realisiert werden sollen.

Gut unterrichtete Kreise gehen davon aus, dass eine entsprechende 25-Millionen-Euro-Vorlage im vierten Quartal 2026 dem Parlament zur Billigung vorgelegt werden könnte. Federführend für die Beschaffung der Störpanzer sind die Niederlande, die die Systeme als Knifefish einführen werden. Beobachter gehen von einem Kauf der Systeme für die Bundeswehr im Rahmen eines Regierungsgeschäfts mit dem westlichen Nachbarn aus. Weitere erwartete Partner bei dem Projekt sind dem Vernehmen nach Dänemark und die Schweiz. Offiziellen Angaben der Rüstungsbeschaffungsabteilung des niederländischen Verteidigungsministeriums, Materiel and IT Command (COMMIT), zufolge sollen die ersten Testsysteme 2028 verfügbar sein. Die Seriensysteme könnten ab 2029 folgen.

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Industrieseitig fungiert Hensoldt als Generalauftragnehmer für das Vorhaben und ist zudem für die Störsysteme zuständig, die auf der 8×8-Plattform Piranha 5 von General Dynamics European Land Systems (GDELS) integriert werden. Im jüngsten Unternehmensbericht von Ende Juli führt Hensoldt aus, dass für das Projekt Knifefish bereits ein Auftragseingang von etwa 100 Millionen Euro gebucht wurde und ein Potenzial von rund 300 Millionen Euro für das Vorhaben mit den Niederlanden und weiteren europäischen Partnern bestehe.

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Gut informierten Kreisen zufolge könnte ein erstes Los 32 EloKa-Piranhas umfassen, das zwischen den deutschen und niederländischen Streitkräften aufgeteilt würde. Wie es heißt, besteht perspektivisch sogar ein Bedarf von rund 190 Fahrzeugen, von denen 108 auf die Bundeswehr entfallen und der Rest zwischen den Niederlanden und Dänemark aufgeteilt würde.

Bei den beiden Varianten des Störpanzers handelt es sich um einen Störpanzer für das UHF/VHF-Frequenzband sowie eine Version für Störmaßnahmen im HF-Frequenzband.

Die Knifefish-Piranhas sollen in der Lage sein, große Räume abzudecken und auch abstandsfähig gegen komplexe gegnerische Kommunikationssysteme mittels Störmaßnahmen im elektromagnetischen Spektrum wirken zu können. Neben einer hohen Wirkleistung im elektromagnetischen Spektrum wurde bei den Systemen dem Vernehmen nach auch ein hoher Schutz vor ballistischen Bedrohungen sowie ein hoher Mobilitätsgrad gefordert, damit die Störpanzer gepanzerten Verbänden in der Operationsart Angriff auch in schwerem Gelände folgen können.

Waldemar Geiger