Das niederländische Verteidigungsministerium und das australische Unternehmen EOS planen, gemeinsam existierende Lasertechnologie zu einer militärisch einsetzbaren Verteidigungswaffe weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck unterzeichnete Staatssekretär Derk Boswijk in dieser Woche eine entsprechende Absichtserklärung, wie das niederländische Verteidigungsministerium in einer Mitteilung schreibt.
Demnach beabsichtigen das Verteidigungsministerium und EOS, einen Hochenergielaser zu einem vollwertigen Waffensystem weiterzuentwickeln. Außerdem wollen beide Parteien prüfen, ob es möglich ist, einen Produktionsstandort mit einer europäischen Lieferkette unter niederländischer Federführung zu realisieren. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, möchte das australische Unternehmen die Entwicklung und Produktion grundsätzlich in den Niederlanden durchführen. Damit könnten die Niederlande zum europäischen Standort für EOS werden. Im Falle einer erfolgreichen Weiterentwicklung ist vorgesehen, dass die Niederlande mehrere Lasersysteme erwerben.
Der sogenannte Hochenergielaser ist laut Mitteilung ein System, das Energie in einen Hochleistungslaserstrahl umwandelt, der sich als äußerst wirksam gegen Drohnen erwiesen hat. Da die Verfügbarkeit und der Nachschub von Munition keine Rolle spielen, könne diese Waffe effektiver und kosteneffizienter sein als kinetische Flugabwehr, schreibt das Ministerium. Das werde den Hochenergielaser zu einer wertvollen Ergänzung der Flugabwehr machen.
Im Februar hatte EOS mitgeteilt, dass im August 2025 ein Vertrag im Volumen von 71,4 Millionen Euro für einen 100-kW-Hochenergielaser mit dem niederländischen Verteidigungsministerium geschlossen worden sei. Die Technologie sei zuvor mit einem 36-kW-Laser demonstriert worden.
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