Arminius ante portas – Großvertrag für Boxer-Radpanzer soll im Dezember geschlossen werden

Waldemar Geiger

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Die im Rahmen des Vorhabens „Arminius“ geplante Festbestellung unterschiedlicher Boxer-Radfahrzeugvarianten für die Bundeswehr im Gesamtwert von rund 25 Milliarden Euro soll im Dezember 2026 unter Vertrag gehen. Insgesamt angeboten ist ein Rahmenvertrag in Höhe von über 75 Milliarden Euro. Dies geht aus Äußerungen des Rheinmetall-CEOs Armin Papperger im Rahmen eines heutigen Analystengesprächs hervor. Seinen Ausführungen zufolge entfallen bei der ersten Festbestellung etwa 12,4 Milliarden Euro auf Rheinmetall. Gut unterrichteten Kreisen zufolge haben sich Rheinmetall und KNDS Deutschland auf eine 50:50-Teilung der Boxer-Umsätze geeinigt, damit dürfte die Gesamthöhe der Festbestellung bei rund 25 Milliarden Euro liegen.

Wie Papperger ausführte, sind die finalen Gespräche mit der Bundeswehr für die zweite Septemberwoche angesetzt. Die parlamentarische Behandlung des Vorhabens soll seinen Aussagen zufolge am 9. Dezember erfolgen, so dass der Arminius-Vertrag wenige Tage später unterschrieben werden könnte, wenn alles nach Plan läuft.

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Dem Rheinmetall-CEO zufolge wird es mehrere Verträge mit Bezug auf Arminius geben. Neben der Festbeauftragung für die Herstellung und Lieferung von Boxer-Fahrzeugen im Wert von 25 Milliarden Euro, könnte es laut seiner Aussage noch einen Rahmenvertrag mit zwei Optionen geben. Eine erste angebotene Option für die Lieferung zusätzlicher Fahrzeuge im Wert von weiteren 14 Milliarden Euro (nur für Rheinmetall) in den Jahren 2030 is 2035 sowie eine zweite Option für weitere Fahrzeuge, beide Optionen sollen einen Gesamtwert von 26 Milliarden Euro haben. In Summe würde die Maximalhöhe des Arminius-Rahmenvertrags inklusive der Festbestellung dann bei mehr als 75 Milliarden Euro liegen. Papperger verweist jedoch darauf, dass er nicht mit Garantie sagen kann, ob die Bundeswehr diesen von der Industrie angebotenen Rahmenvertrag tatsächlich abschließen wird.

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Darüber hinaus wird es voraussichtlich einen zweiten Arminius-Vertrag geben, der die Service-Leistungen für die fest beauftragten Arminius-Boxer beinhaltet. Dieser Vertrag im Wert von vier Milliarden Euro – die Hälfte davon würde auf Rheinmetall entfallen – soll Pappergers Angaben nach im Januar 2027 geschlossen werden.

hartpunkt vorliegenden Informationen zufolge soll sich die Festbestellung auf eine Fahrzeugflotte von etwa 1.800 Boxern beziehen. Bei Ausübung der von der Industrie angebotenen ersten Option würden im Rahmen von Arminius insgesamt rund 3.500 Systeme beschafft werden. Die Option zwei würde diese Zahl auf ca. 5.500 Boxer erhöhen.

Dem Vernehmen nach besteht ein großer Teil der zum Kauf anstehenden Armenius-Boxer-Flotte (Festbestellung) aus Führungsboxern sowie dem Flugabwehrkanonenpanzer Skyranger. Weitere in der Festbestellung enthaltene Varianten sollen sein: Brückenlegeradpanzer, weitere Radhaubitzen vom Typ RCH 155 und Gruppentransportfahrzeuge, Sanitätsboxer, Fahrschulboxer sowie JFSTschwer-Boxer und NNbS-Flugabwehrraketenpanzer. Dem Vernehmen nach sollen auch weitere Schwere Waffenträger Infanterie und Radschützenpanzer Schakal über Arminius beschafft werden.

Waldemar Geiger