KNDS verschiebt Börsengang

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Das europäische Landsystemhaus KNDS hat seinen Börsengang verschoben. Begründet wird dies mit der derzeitigen Marktvolatilität im europäischen Verteidigungssektor. Die Aktionäre haben einer Mitteilung von KNDS zufolge dem Unternehmen ihre Absicht mitgeteilt, den Börsengang wieder aufzunehmen, sobald günstigere Marktbedingungen herrschen.

Das Unternehmen habe im Wesentlichen alle erforderlichen Vorbereitungsphasen für die geplante Börsennotierung abgeschlossen und intensive Gespräche mit Investoren geführt, heißt es in der Mitteilung. Diese Gespräche bestätigten, dass die Investoren die Einschätzung von KNDS hinsichtlich seiner differenzierten Branchenposition teilen und an die langfristige Strategie von KNDS glauben.

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KNDS und seine Aktionäre seien sich hinsichtlich ihrer Prioritäten weiterhin voll und ganz einig: die Erfüllung der Kundenanforderungen, der Ausbau der europäischen Präsenz und die Beschleunigung der Entwicklung innovativer Komplettlösungen für Einsätze, die die Verteidigungsfähigkeiten Europas stärken, heißt es in der Mitteilung.

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KNDS und seine Aktionäre werden den Angaben zufolge die Bedingungen an den Kapitalmärkten weiterhin genau beobachten und seien bereit, den Börsengang fortzusetzen, sobald die Marktbedingungen dies zulassen. Geplant war eine Notierung von KNDS sowohl an der Pariser als auch an der Frankfurter Börse.

Gegenwärtig befindet sich KNDS noch jeweils zur Hälfte im Besitz des französischen Staates und der deutschen Eigentümerfamilien. 20 Prozent des Unternehmens sollten an die Börse gebracht werden. Der Bund hatte kürzlich erklärt, 40 Prozent der Anteile an KNDS zu übernehmen, genauso viel wie der französische Staat nach dem Börsengang. Rüstungsaktien sind gegenwärtig unter Druck. Unter anderem war die Rheinmetall-Aktie in der vergangenen Woche zweistellig eingebrochen, nachdem das BMVg das Ende des Fregattenprojektes F126 verkündet hatte.
lah