Raketenartillerie: Frankreich wählt das System Thundart von MBDA und Safran

Lars Hoffmann

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Die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin hat heute bei ihrem Besuch auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris bekanntgegeben, dass ein Konsortium von MBDA und Safran den Zuschlag für die Lieferung der neuen Raketenartillerie der französischen Streitkräfte erhalten hat.

Die beiden Unternehmen sollen das System Thundart in Nachfolge der Lance-roquettes unitaire (LRU) liefern. Im Wettbewerb hatten sich bis zuletzt die ArianeGroup und Thales mit ihrem System FLP-T 150, wurden aber final ausgewählt. Die Ministerin bedankte sich in ihrer Rede für die hohe Qualität der Angebote.

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Wie es heißt, soll Thundart eine Reichweite von 150 Kilometern aufweisen und 2029 einsatzbereit sein. Wie Safran auf seiner Seite schreibt, handelt es sich bei Thundart um ein komplettes Artilleriesystem, bestehend aus einem Werferfahrzeug mit Werfer und Feuerleitsystem. Der Werfer ist mit zwei Munitionsbehältern ausgestattet, die jeweils vier gelenkte Raketen aufnehmen.

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Das System wurde für Boden-Boden-Einsätze entwickelt und erreicht nach Angaben von Safran deutlich größere Reichweiten als derzeit eingeführte Systeme.

Ein zentrales Merkmal sei seine hohe Überlebensfähigkeit. Diese werde durch schnelle „Shoot-and-Scoot“-Taktiken ermöglicht, bei denen das System unmittelbar nach dem Abschuss die Stellung wechsele, um gegnerischem Gegenbatteriefeuer zu entgehen.

Das Lenksystem gewährleiste hohe Robustheit und Zuverlässigkeit. Dank widerstandsfähiger Positions-, Navigations- und Zeitbestimmungssysteme (PNT) könne Thundart sowohl stationäre als auch bewegliche Ziele bekämpfen.

Lars Hoffmann