AVILUS meldet Jungfernflug der Hubschrauberdrohne Wespe

Waldemar Geiger

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Die vom deutschen Drohnenspezialisten AVILUS entwickelte Hubschrauberdrohne „Wespe“ hat erfolgreich einen Jungfernflug absolviert. Dies geht aus einer heute veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervor, wonach die erste Generation der Wespe „9Y-01“ ein stabiles und kontrolliertes Flugverhalten im Rahmen seines Erstfluges zeigte.

Der ferngesteuerte Flug umfasste Schwebeflüge sowie Vorwärts- und Seitwärtsbewegungen und bestätigte damit nach Angaben des Herstellers die Leistungsfähigkeit des Flugsteuerungssystems. Die nächsten Schritte bestehen darin, den Flugbereich zu erweitern und Funktionen zur Missionssteuerung zu integrieren.

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„Die Besatzung und das Fluggerät waren bereit, und der Flug hat dieses Vertrauen bestätigt. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte in der Entwicklung und bei den Flugtests“, wird Carlos Hünteler, Chefingenieur der Wespe, in der Mitteilung zitiert.

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AVILUS hat die Entwicklung der Wespe erstmals am Tag der Bundeswehr Ende Juni 2025 bekanntgegeben. Die mit koaxialen Hauptrotoren ausgestattete unbemannte Luftfahrzeug ist nach Angaben des Herstellers eine überaus modulare und vielseitige Plattform.

Neben dem Transport von unterschiedlichen Nutzlasten und auch der Evakuierung von Verwundeten kann das unbemannte Luftfahrzeug auch mit elektrooptischen Systemen für Aufklärungsaufgaben versehen werden. Zudem weist die Wespe die gleiche RasCore-Avionik mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen elektronische Störmaßnahmen auf wie die restlichen Drohnen von AVILUS.

Die Wespe wurde zudem so designt, dass das System mit eingefahrenem Fahrwerk in einem 20-Fuß-Container transportiert werden kann. Die Marschgeschwindigkeit der Hubschrauberdrohne mit Koaxialrotor wird mit 120 km/h angegeben. Das maximale Startgewicht und die Nutzlastkapazität unterscheiden sich je nach gewähltem Antrieb. Neben einem Kolbenmotor steht auch eine Turbinen-Option zur Verfügung. Mit Kolbenmotor ist die Wespe bei einem maximalen Startgewicht in der Lage, eine 200 kg Nutzlast bis zu 300 km weit zu verbringen. Bei der Nutzung einer Turbine erhöht sich das maximale Startgewicht auf 900 kg und die Nutzlast auf 350 kg.

Waldemar Geiger