Frankenburg Mark I – kostengünstiger Drohnenabwehrflugkörper demonstriert Einsatzfähigkeit

Waldemar Geiger

Anzeige

Das estnische Start-up Frankenburg Technologies demonstriert den Abschuss von Langstreckendrohnen mit dem kostengünstigen Drohnenabwehrflugkörper Mark I. Wie aus einem heute auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, hat der in Entwicklung befindliche Flugkörper im Rahmen einer Demonstration im scharfen Schuss die Wirkung gegen Drohnenbedrohungen gezeigt.

Bei der Vorführung wurde eine Class-III-Flächendrohne – ähnlich der Shahed – mittels eines externen Sensors aufgeklärt und verfolgt. Nachdem die Drohne in Reichweite des Flugkörpers war, wurde der Mark I von einem Dreibein über ein Führungsinformations- und Waffeneinsatzsystem gestartet und die Drohne mittels des mitgeführten Gefechtskopfes – Zündung über einen Annährungszünder – bekämpft.

Anzeige

Die Marschgeschwindigkeit der Zieldrohne wurde seitens Frankenburg mit rund 200 km/h angegeben. Der Mark-I-Flugkörper selbst habe mit über 1.000 km/h eine hohe Unterschall-Abfanggeschwindigkeit erreicht.

Anzeige

„Flugkörper sind aus einem einfachen Grund für die Verteidigung wichtig: Geschwindigkeit“, schreibt das Unternehmen in dem Beitrag. „Mark I verwendet einen Feststoffraketenmotor, um eine Geschwindigkeit zu erreichen, die der einer Rakete entspricht, und ermöglicht so Abfangmanöver auf kurze Distanz (<2 km)“, heißt es in dem Beitrag weiter.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen

Der Flugkörper ist nach Angaben des Herstellers für den Einsatz gegen langsam fliegende Einweg-Angriffsdrohnen mit Propellerantrieb (150–200 km/h) sowie gegen schnellere Ziele mit Düsentriebwerken (450–600 km/h) geeignet, darunter auch Schwarm-Systeme.

„Mark I ist die weltweit kleinste und kostengünstigste Lenkrakete, die aus handelsüblichen Komponenten hergestellt und von Frankenburg Technologies für die lokale, souveräne Massenproduktion entwickelt wurde“, teilt das Unternehmen mit.

Waldemar Geiger