Das estnische Start-up Frankenburg Technologies demonstriert den Abschuss von Langstreckendrohnen mit dem kostengünstigen Drohnenabwehrflugkörper Mark I. Wie aus einem heute auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, hat der in Entwicklung befindliche Flugkörper im Rahmen einer Demonstration im scharfen Schuss die Wirkung gegen Drohnenbedrohungen gezeigt.
Bei der Vorführung wurde eine Class-III-Flächendrohne – ähnlich der Shahed – mittels eines externen Sensors aufgeklärt und verfolgt. Nachdem die Drohne in Reichweite des Flugkörpers war, wurde der Mark I von einem Dreibein über ein Führungsinformations- und Waffeneinsatzsystem gestartet und die Drohne mittels des mitgeführten Gefechtskopfes – Zündung über einen Annährungszünder – bekämpft.
Die Marschgeschwindigkeit der Zieldrohne wurde seitens Frankenburg mit rund 200 km/h angegeben. Der Mark-I-Flugkörper selbst habe mit über 1.000 km/h eine hohe Unterschall-Abfanggeschwindigkeit erreicht.
„Flugkörper sind aus einem einfachen Grund für die Verteidigung wichtig: Geschwindigkeit“, schreibt das Unternehmen in dem Beitrag. „Mark I verwendet einen Feststoffraketenmotor, um eine Geschwindigkeit zu erreichen, die der einer Rakete entspricht, und ermöglicht so Abfangmanöver auf kurze Distanz (<2 km)“, heißt es in dem Beitrag weiter.
Der Flugkörper ist nach Angaben des Herstellers für den Einsatz gegen langsam fliegende Einweg-Angriffsdrohnen mit Propellerantrieb (150–200 km/h) sowie gegen schnellere Ziele mit Düsentriebwerken (450–600 km/h) geeignet, darunter auch Schwarm-Systeme.
„Mark I ist die weltweit kleinste und kostengünstigste Lenkrakete, die aus handelsüblichen Komponenten hergestellt und von Frankenburg Technologies für die lokale, souveräne Massenproduktion entwickelt wurde“, teilt das Unternehmen mit.
Waldemar Geiger


















