Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat heute mit dem Nimbrix seinen ersten speziell zur Drohnenabwehr konzipierten Flugkörper vorgestellt. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt, wurde der Flugkörper entwickelt, um der zunehmenden Bedrohung durch kleine Drohnen auf dem Gefechtsfeld entgegenzuwirken. Öffentlich wird Nimbrix im Rahmen der DSEI in London vorgestellt, welche vom 9. bis 12. September 2025 läuft.
Der Fire-and-Forget-Flugkörper wird derzeit bei Saab mit Hochdruck entwickelt. Ziel ist es demnach, ein System mit Zielsuchkopf, Hard-Kill-Gefechtskopf und geringem Platzbedarf zu einem niedrigen Preis auf den Markt zu bringen.
Die Reichweite wird mit bis zu 5 km angegeben. Zudem soll der aktive Suchkopf in der Lage sein seine Ziele im Flug zu verfolgen. Der Sprengkopf wird zudem so ausgelegt, dass auch mehrere in der Nähe fliegende Drohnen mittels eines Luftsprengmodus effektiv bekämpft und zerstört werden können.
„Nimbrix ist unsere Antwort auf die Bedrohung durch unbemannte Fluggeräte, die in den letzten Jahren zugenommen hat. Das System ist kostengünstig, was angesichts der zunehmenden Verbreitung von unbemannten Flugsystemen auf dem Gefechtsfeld von entscheidender Bedeutung ist. Nimbrix profitiert von unserer langjährigen Erfahrung im Bereich der Luftverteidigung und unserer Flexibilität bei der Reaktion auf neue Anforderungen“, wird Stefan Öberg, Leiter des Geschäftsbereichs Missile Systems bei Saab, in der Mitteilung zitiert.
Der Flugkörper wird als bodengestütztes System eingesetzt und kann unabhängig oder als Teil eines größeren Luftverteidigungssystems betrieben werden. Dank flexibler Befestigungsoptionen für unterschiedliche Kundenanforderungen kann Nimbrix auf verschiedenen Fahrzeugen oder in festen Konfigurationen montiert werden.
Laut Saab trägt die Kosteneffizienz des Flugkörpers dazu bei, die eingesetzten Stückzahlen zu maximieren, um eine ausreichende Luftverteidigung zu gewährleisten. Ein Zielstückpreis wird in der Mitteilung jedoch nicht genannt. Das Unternehmen weist jedoch auf bereits laufende Kundengespräche hin, zudem wird eine erste Lieferung im Jahr 2026 angestrebt.
Waldemar Geiger














