INTEC und UVAD stellen erstmals Modell einer Überschall-Zieldrohne vor

Lars Hoffmann

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Die INTEC Industrie-Technik und das kanadische Unternehmen UVAD Technologies haben beim gegenwärtig in Berlin stattfindenden Air Force Tech Summit des CPM-Verlags erstmals das Modell der überschallschnellen Zieldrohne mit der Bezeichnung Falcon in Originalgröße vorgestellt.

Wie INTEC-Vertriebsleiter Simon Volkmann auf der Veranstaltung erläuterte, soll die in einem ersten Schritt für die Zieldarstellung konzipierte Drohne mit zwei Triebwerken wenige Meter über der Meeresoberfläche eine Geschwindigkeit von 1,3 Mach erreichen, um einen gegnerischen Angriff zu simulieren. In größerer Höhe sei eine Geschwindigkeit von 1,6 Mach möglich. Die Triebwerke, die den Überschallflug ohne Nachbrenner ermöglichen, werden von einem europäischen Hersteller beigesteuert, wie es hieß. Volkmann kündigte den Erstflug der Falcon für Ende 2026 oder Anfang 2027.

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Dem INTEC-Manager zufolge handelt es um eine Zieldarstellungsdrohne mit weiteren Fähigkeiten. So können seinen Worten zufolge unterschiedliche Nutzlasten transportiert werden. Es werde auch die Einrüstung einer Satellitenkommunikationsanlage geplant. Für das Onboard-Computing stehen seinen Worten zufolge vier Kilowatt Strom zur Verfügung. Nach Angaben des Herstellers UVAD liegt die Nutzlast bei 50 Kilogramm und kann unter anderem verschiedene Sensoren oder Täuschkörper umfassen. UVAD zufolge hat die 5,8 Meter lange Drohne mit einer Spannweite von 2,2 Metern eine Ausdauer in der Luft von mehr als 30 Minuten.

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Wie Volkmann weiter ausführte, soll nach 2028 auch ein Nachbrenner für noch höhere Geschwindigkeiten entwickelt werden. Im Augenblick wird die Abflugmasse der Falcon von 450 Kilogramm durch das verwendete Startkatapult begrenzt. Nach Angaben von INTEC wird allerdings bereits an einem leistungsfähigeren Katapult gearbeitet, das Startgewichte bis 800 Kilogramm ermöglichen soll. UVAD plant im Augenblick, zwei Drohnen plus Katapult in einem 40-Fuß-Container unterzubringen. Die Landung der Falcon erfolgt mittels Fallschirm und Airbag.

Nach Aussage von Volkmann würde der Einsatz einer oder mehrerer Falcons mit ihren Jet-Eigenschaften im gegnerischen Luftraum den Gegner zu Reaktionen zwingen. Das deutet darauf hin, dass das unbemannte Luftfahrzeuge perspektivisch in den scharfen Einsatz gebracht werden könnte. Laut INTEC wird die Falcon auf Kosteneffizienz getrimmt, damit im Ernstfall ein Verlust verkraftbar wäre. Sollten Kunden in Deutschland oder Europa gefunden werden, möchte INTEC mit lokalen Partnern die Produktion hierzulande aufziehen.

Lars Hoffmann