Die Bundeswehr hat im Rahmen der Digitalisierung ihrer Streitkräfte eine Generallizenz für die Softwareapplikation SitaWare Edge für abgesessene Kräfte beschafft. Diese werde im Mission Enabling Service Bundeswehr (MESBw) als Variante Portable eingesetzt und ergänze die bereits vorhandenen Ausprägungen Command Post und MounDtable, schreibt SitaWare-Hersteller Systematic in einer Mitteilung.
Somit lässt sich laut Systematic die digitale Operationsführung auf allen Ebenen durchgängig umsetzen – vom stationären oder verlegefähigen Gefechtsstand über mobile Systeme in Fahrzeugen bis hin zu abgesessenen Kräften. Insbesondere für letztere ist SitaWare Edge vorgesehen. Nachdem sich die Bundeswehr im Rahmen der „Digitalisierung landbasierter Operationen“ (D-LBO) bereits auf der Führungsebne und den mobilen Einsatz für SitaWare-Battle-Management-Systeme entschieden hatte, waren Beobachter davon ausgegangen, dass sich SitaWare auch auf Soldatenebene durchsetzen würde, was nun auch geschehen ist. Im Wettbewerb stand dem Vernehmen nach noch eine Software von Rheinmetall.
SitaWare Edge wurde der Mitteilung zufolge für Android-basierte Endgeräte entwickelt und nutzt dieselben Funktionen zur taktischen Datenkommunikation wie SitaWare Frontline, das für den Einsatz auf Fahrzeugen vorgesehen ist. So entstehe ein interoperabler und skalierbarer Kommunikationsverbund, der die IT-Systemanforderungen zur Landes- und Bündnisverteidigung erfülle, schreibt Systematic.
Die Beschaffung beinhaltet zudem die zugehörigen Software Development Kits (SDKs), wie es heißt. Sie schaffen die Grundlage für ein offenes C4ISR-Ökosystem, welches durch die Bundeswehr selbst oder durch andere Unternehmen flexibel erweitert werden kann.
Nach Aussage von Sven Trusch, Geschäftsführer der Systematic GmbH, markiert die Einführung von SitaWare Edge einen zentralen Baustein, der die Fähigkeiten der SitaWare-Software nun bis zu den hochmobilen Kräften ausweitet.
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