Zukünftige Bataillonsstruktur – Deutsches Heer plant offenbar fünfgleisig

Waldemar Geiger

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Bei der Planung der zukünftigen Binnenstruktur der Kampfverbände plant das Deutsche Heer offenbar fünfgleisig, um aktive sowie nichtaktive Truppenteile und unbemannte Systeme in die Bataillonsstruktur zu integrieren.

Aktuell verfügen Kampftruppenbataillone der Bundeswehr über eine Stabs- und Versorgungskompanie sowie über drei Kampfkompanien, die jeweils gleich gegliedert und ausgerüstet sind. Verbände der Jäger- und Gebirgsjägertruppe verfügen zusätzlich über eine sogenannte schwere Kompanie. Die Dienstposten aller dieser Kompanien sind mit Masse mit Berufssoldaten sowie Soldaten auf Zeit befüllt. Dem Vernehmen nach wird sich das in künftigen Struktur ändern, wobei diese aktuell wohl noch nicht durch das Verteidigungsministerium gebilligt wurde. Wie gut unterrichtete Kreise gegenüber hartpunkt erklären, sollen viele der Kampftruppenbataillone (es wird offenbar truppengattungsspezifische Unterschiede geben) zukünftig nur noch über eine mit Soldatinnen und Soldaten auf Zeit befüllte aktive Kampfkompanie verfügen.

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Eine weitere Kompanie mit Zeit- und Berufssoldaten soll Kreisen zufolge perspektivisch zu einer Einheit weiterentwickelt werden, deren primärer Auftrag ausschließlich im Einsatz unbemannter Systeme (bodengebundene Kampfsysteme) liegt, während die anderen Kompanien des Verbandes auch anteilig über unbemannte Systeme (beispielsweise Aufklärungsdrohnen) verfügen sollen. Für eine solche Drohnenkompanie ist weiterhin Personal in großer Anzahl notwendig, um die unbemannten Systeme zu warten und einzusetzen.

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Als weiteres Manöverelement soll dem Bataillonskommandeur in der neuen Struktur eine „klassische“ Kompanie zur Verfügung stehen, deren Befüllung jedoch hauptsächlich mit Soldatinnen und Soldaten erfolgt, die im Rahmen des Modells „neuer Wehrdienst“ rekrutiert werden. Auch hierbei handelt es sich um eine aktive Kompanie.

Darüber hinaus soll der Verband über zwei weitere, nicht aktive Truppenteile verfügen. Eine nicht aktive Reservekompanie sowie eine Feldersatzkompanie. Der Unterschied zwischen den beiden Einheiten besteht darin, dass die Struktur der Reservekompanie sowohl personell als auch materiell mit der Struktur einer aktiven Kompanie vergleichbar ist. Bei Ausrufung eines Spannungs- oder Verteidigungsfalls würde eine solche Kompanie mobilisiert werden und dem Verband als viertes Manöverelement dienen. In der mobilisierten Feldersatzkompanie würde hingegen nur Personal bereitgehalten und ausgebildet werden, mit dem im Rahmen von Gefechtshandlungen entstehende Personallücken in den „kämpfenden“ Kompanien geschlossen werden können.

Waldemar Geiger