Ukrainischer Auslandsgeheimdienst gibt Informationen zur Produktion und Bestand der Oreshnik-Rakete bekannt

Waldemar Geiger

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Der ukrainische Auslandsgeheimdienst „Служба зовнішньої розвідки Україниs“ (SZRU) geht davon aus, dass das russische Verteidigungsministerium für 2026 die Serienproduktion der ballistischen Mittelstreckenrakete Oreshnik anstrebt. Dies geht aus Aussagen von Oleh Luhovskyi, stellvertretender Leiter des SZRU, in einem Interview mit dem ukrainischen Medium Ukrinform hervor.

Luhovskyis Aussagen zufolge, beabsichtigt Russland, fünf oder mehr Oreshnik-Raketen pro Jahr herzustellen. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst geht zudem davon aus, dass Russland aktuell über drei bis vier der „politischen“ Waffensysteme im Arsenal verfügt.

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„Man muss verstehen, dass Oreshnik eher eine politische als eine militärische Bedeutung hat. Es handelt sich in erster Linie um ein Instrument zur Einschüchterung unserer Partner in Europa. Und seine Kampfkraft ist fragwürdig. Oreshnik basiert auf Technologien des letzten Jahrhunderts und erfordert ständige technische Betreuung und die schnelle Behebung verschiedener Störungen“, erklärte der stellvertretende Leiter des SZRU in dem Interview.

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Russland hat den Oreshnik – auf Deutsch Nussknacker – im November 2024 sowie Januar 2026 mit inerten Gefechtsköpfen gegen Ziele in der Ukraine eingesetzt. Die maximale Reichweite des mit bis zu sechs MIRV-Gefechtsköpfen ausgestatteten Waffensystems wird auf etwa 3.000 bis 5.500 Kilometern geschätzt. Die MIRV-Gefechtsköpfe, die jeweils bis zu sechs Submunitionen für die Flächenwirkung tragen, können unabhängig voneinander in die Atmosphäre eintreten und Ziele separat bekämpfen.

Beobachter der Raketenentwicklung wie beispielsweise Fabian Hoffmann – Doktorand am Oslo Nuclear Project an der Universität Oslo – gehen davon aus, dass die Oreshnik-Raketen wahrscheinlich sowohl nicht-nukleare als auch nukleare Nutzlasten transportieren können. Hoffmann zufolge ist es jedoch unklar, ob Russland das Waffensystem bereits für den nuklearen Einsatz zertifiziert hat.

Waldemar Geiger