Die SFC Energy AG, ein bayerischer Anbieter von Hybrid-Energieversorgungssystemen in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung, Industrie und kritischer Infrastruktur, hat auf der Rüstungsmesse Eurosatory 2026 in Paris zwei neue Energieversorgungssysteme für die militärische Nutzung vorgestellt.
Erstmals in Paris gezeigt wurde die in Entwicklung befindliche „Next Generation Tactical Fuel Cell“ (NGTFC 100). Mit einem Gesamtgewicht von weniger als 7 kg und einer sehr geringen thermischen und akustischen Signatur soll die Methanol-betriebene Brennstoffzelle bis zu 2.400 Wh Energie pro Tag generieren können. Haupteinsatzzweck der NGTFC 100 soll in der mobilen und dezentralen Energieversorgung von unbemannten Systemen, Sensoren sowie taktischen Kommunikationssystemen liegen.
Zudem wurde mit dem „EFOY ProShelter“ eine autarke Lösung für eine Langzeit-Energieversorgung an abgelegenen Standorten gezeigt, die nach Aussage des Unternehmens, seit jüngstem eine NATO-Streitkräftezertifizierung erhalten hat. Der EFOY ProShelter ermöglicht SFC zufolge – abhängig von der Anwendung – eine autarke Energieversorgung von 12 bis 24 Monaten. Das Energieversorgungssystem gewährleistet dabei den Angaben zufolge eine kontinuierliche Stromversorgung für Überwachungsanlagen, die Grenzsicherung, Kommunikationssysteme und kritische Infrastrukturen in arktischen oder schwer zugänglichen Regionen – „über Monate oder sogar Jahre hinweg ohne Wartung vor Ort“.
Das containerisierte System ist in der Lage, bis zu 2,5 kW Leistung zu erzeugen. Dazu kann der EFOY ProShelter Energie aus unterschiedlichen, flexibel skalierbaren Quellen – Solarmodule, Windkraftanlagen, Brennstoffzellen und Batterien – erzeugen.
Auch hier ermöglicht die geringe Geräusch- und Wärmesignatur einen nahezu emissionsfreien Betrieb. SFC zufolge sind die im EFOY ProShelter integrierten Systeme „für extrem zuverlässige Leistung unter den härtesten klimatischen Bedingungen optimiert“. Auch die Stromerzeugung bei arktischen Temperaturen von bis zu -40° C ist nach Herstellerangaben sichergestellt.
Waldemar Geiger


















