Spezialkräfte der Bundeswehr erhalten offenbar neue Restlichtverstärker für Handwaffen

Waldemar Geiger

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Der im baden-württembergischen Nagold ansässige Optik- und Nachtsichtspezialist IEA MIL-OPTICS (IEA) wurde vom Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw mit der Herstellung und Lieferung von Restlichtverstärkern für Handwaffen beauftragt. Wie aus einer am Montag auf der europäischen Online-Vergabeplattform TED veröffentlichten Mitteilung des BAAINBw hervorgeht, wurde IEA im Rahmen einer Direktvergabe mit der Lieferung von insgesamt 400 Restlichtverstärkern für Handwaffen beauftragt.

Die vergleichsweise geringe Stückzahl deutet auf eine Beschaffung von Systemen für die Spezialkräfte der Bundeswehr hin. Gut informierten Kreisen zufolge soll es sich bei den Restlichtverstärkern um das PVS-24 LR des US-Herstellers L3Harris handeln. IEA tritt in Deutschland als Vertriebspartner von L3Harris im Bereich der Handwaffen-Optronik auf.

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Bei dem PVS-24 LR handelt es sich um ein Restlichtverstärkervorsatzgerät, welches den US-Exportbestimmungen gemäß ITAR unterliegt. Die Optronik wiegt rund 770 g, bietet ein Sehfeld von 8 Grad und kann in Kombination mit Zielfernrohren genutzt werden. Weitere Merkmale sind die Möglichkeit der manuellen Helligkeitsregelung sowie der Fokussierung auf unterschiedliche Entfernungen. Die Energieversorgung erfolgt über eine CR123-Batterie. Die Batterielaufzeit wird vom Hersteller mit rund 16 Stunden angegeben.

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Die Nutzung des Restlichtverstärkervorsatzgerätes auf der Handwaffe erfolgt mittels einer Schnellmontage über eine MIL-STD 1913 (Picatinny)-Schnittstelle. Da es sich um ein Vorsatzgerät handelt, erfolgt die Montage ohne Treffpunktverlagerung.

Sollte es sich tatsächlich um eine Beschaffung für den Einsatz in den Spezialkräften handeln, darf davon ausgegangen werden, dass die Restlichtverstärkersysteme mit leistungsstarken Restlichtverstärkerröhren der 3. Generation aus US-Fertigung ausgeliefert werden.

Waldemar Geiger