Pioniererkundung – schwedische Streitkräfte beschaffen unbemanntes Überwassersystem Sonobot 5

Kristóf Nagy

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Zur Erkundung von Gewässern und Übergangsstellen werden die Pionierverbände der schwedischen Streitkräfte künftig das unbemannte Überwassersystem (Uncrewed Surface Vehicle, USV) Sonobot 5 des deutschen Herstellers EvoLogics nutzen. Wie die schwedische Beschaffungsbehörde FMV (Försvarets materielverk) gestern mitteilte, wurde BUVI Scandinavia, der schwedische Vertriebspartner von EvoLogics, mit der Lieferung einer nicht bekanntgegebenen Anzahl von Sonobot 5-USV im Gesamtwert von umgerechnet knapp 3,92 Millionen Euro beauftragt. Die Lieferung der Systeme soll im Herbst dieses Jahres erfolgen, so dass diese dann in unterschiedlichen Szenarien getestet und gegenbenenfalls an die Bedürfnisse der schwedischen Streitkräfte angepasst werden können. Der Vertrag ermöglicht zudem weitere Bestellungen.

Nach Angaben der FMV soll das System insbesondere die Fähigkeit der schwedischen Streitkräfte verbessern, Gewässer, Uferbereiche und Unterwasserhindernisse vor dem Einsatz von Pionierkräften zu erkunden. Auch die Bundeswehr setzt das kompakte System in dieser Rolle ein. Die gewonnenen Daten können beispielsweise bei der Planung von Gewässerübergängen oder bei der Beurteilung der Befahrbarkeit von Fluss- und Küstenabschnitten genutzt werden.

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Der Sonobot 5 basiert auf einem kompakten Katamaran-Design und kann von einer einzelnen Person transportiert und eingesetzt werden. Das System ist für autonome oder ferngesteuerte Einsätze ausgelegt und kann mit verschiedenen Sensoren ausgestattet werden. Dazu zählen unter anderem Side-Scan-Sonare, Multibeam-Echolote sowie Sonarsysteme zur Hinderniserkennung. Die Plattform eignet sich für hydrografische Vermessungen, die Suche nach Objekten unter Wasser sowie die Inspektion kritischer Infrastruktur.

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Nach Herstellerangaben erreicht der Sonobot 5 eine Einsatzdauer von bis zu neun Stunden und kann sowohl in Binnengewässern als auch in küstennahen Bereichen eingesetzt werden. Die Datenübertragung und Befehlsübermittlung erfolgt über WLAN-, Mobilfunk- oder Funkverbindungen. Darüber hinaus verfügt die Plattform über Funktionen zur autonomen Missionsplanung und Datenauswertung.

Die Beschaffung reiht sich in die aktuellen Bemühungen der schwedischen Streitkräfte ein, den Einsatz unbemannter Systeme sukzessive auszubauen. Neben Luft-, Boden- und Unterwassersystemen gewinnen dabei insbesondere autonome Plattformen für maritime Aufklärungs- und Unterstützungsaufgaben an Bedeutung.

Kristóf Nagy