Seefernaufklärer: Bekommt die Marine weitere P-8A Poseidon?

Lars Hoffmann

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Die Deutsche Marine hat bislang acht Seefernaufklärer des Typs P-8A Poseidon in den USA bestellt, die von Boeing gebaut werden. Die Auslieferung der ersten Maschinen steht in den kommenden Monaten an. Wie aus dem kürzlich an den Bundestag übermittelten Entwurf des Bundeshaushalts 2026 hervorgeht, sind nun weitere 2,8 Milliarden Euro an sogenannten Verpflichtungsermächtigungen für die Jahr 2028 bis 2032 für die P-8A vorgesehen. Im Haushaltsentwurf für 2025, der vor einigen Monaten dem Parlament zugeleitet wurde, waren für den Zeitraum 2028 bis 2030 lediglich Verpflichtungsermächtigungen von knapp 700 Millionen Euro vorgesehen.

Beobachter gehen deshalb davon aus, dass bei diesem Sprung bei den Verpflichtungsermächtigungen nicht nur Ausrüstung wie Bojen, Torpedos oder Simulatoren für die P-8A beschafft werden, sondern auch zusätzliche Maschinen. Wie aus Fachkreisen zu vernehmen ist, hat die Marine einen zusätzlichen Bedarf von mindestens vier weiteren Seefernaufklärern dieses Typs.

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So ist im vor wenigen Monaten veröffentlichten „Kurs Marine 2025“, der das Zielbild 2035+ ergänzt, das bereits 2023 publiziert wurde, die Zahl der projektierten P-8A von ehemals acht auf nun acht bis zwölf angehoben worden. Beobachter gehen sogar davon aus, dass ein zusätzlicher Bedarf von sechs Maschinen besteht. Womöglich um eine Umlaufreserve zu gewährleisten.

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Da die Beschaffung normalerweise über das Konstrukt des Foreign Military Sales (FMS) läuft, schließt der Bund einen Vertrag mit der zuständigen US-Teilstreikraft, also der U.S. Navy. Dazu muss ein Letter of Request übermittelt werden. Allerdings ist die Beschaffung nur möglich, wenn der Bundestag das Projekt gebilligt hat. Die Behandlung der Vorlage steht jedoch noch aus.

Lars Hoffmann