SEA 3000 – modifizierte Mogami-Klasse als neue Mehrzweckfregatte der australischen Marine ausgewählt

Alexander Luck

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Das australische Verteidigungsministerium hat in der vergangenen Nacht bestätigt, dass die modifizierte Mogami-Klasse im Rahmen des Vorhabens SEA 3000 als bevorzugtes Design für die neue Mehrzweckfregatte der australischen Marine ausgewählt wurde. Zuvor hatte die japanische Medienagentur Nikkei als erste darüber berichtet.

Wie es in einer Mitteilung der australischen Regierung heißt, wurde die Fregatte der Mogami-Klasse von Mitsubishi Heavy Industries nach einem strengen und wettbewerbsorientierten Ausschreibungsverfahren als am besten geeignet bewertet, um die Leistungsanforderungen und strategischen Bedürfnisse der australischen Streitkräfte schnell zu erfüllen. Der japanische Schiffbauer wird nun den Status eines bevorzugten Kandidaten erhalten, um bis zu 11 neue Mehrzweckfregatten für die Royal Australian Navy zu beschaffen. Die neuen Mehrzweckfregatten sollen die Fregatten der Anzac-Klasse ablösen. Sie werden insbesondere für die Aufgaben der U-Boot-Jagd und Luftverteidigung konfiguriert.

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Es ist hervorzuheben, dass die modifizierte Mogami-Klasse eine Bezeichnung von Mitsubishi Heavy Industry für den Export nach Australien ist. Der betreffende Entwurf ist der Mogami-Nachfolger, in Japan zuvor unter der Bezeichnung „New FFM“ und inzwischen als „06FFM“ für die Japanische Marine geführt. Die Zahl bezieht sich auf das Jahr des Baubeginns innerhalb der Amtszeit des derzeitigen japanischen Kaisers, Naruhito. Die 06FFM weist mehrere Unterschiede im Vergleich zur ursprüngliche Mogami-Klasse auf, beispielsweise eine größere Verdrängung, neue Sensorik und eine vergrößerte Waffenkapazität.

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Ebenfalls in der Endauswahl war die deutsche Werft TKMS, die mit einem Design auf Basis der MEKO A-200 am Wettbewerb teilgenommen hat, hartpunkt berichtete.

Die Entscheidung fällt nach Aussage des Verteidigungsministeriums Monate früher als geplant und spiegelt das Engagement der Regierung wider, die australischen Streitkräfte zu einer stärker integrierten, fokussierten Streitmacht umzugestalten. Den Angaben der Mitteilung zufolge verfügt die modifizierte Fregatte der Mogami-Klasse über eine Reichweite von bis zu 10.000 Seemeilen, ein 32-Zellen-Vertikalstartsystem und ist mit Boden-Luft- und Schiffsabwehrflugkörpern ausgestattet.

Das australische Verteidigungsministerium wird nun mit Mitsubishi Heavy Industries die nächste Phase des Beschaffungsprozesses einleiten, mit dem Ziel, bereits 2026 verbindliche Verträge mit Mitsubishi Heavy Industries und der japanischen Regierung abzuschließen.

Ein Zuschlag für Mitsubishi Heavy Industries im Rahmen des SEA 3000-Vorhabens wäre der erste offizielle Export von japanischen Kriegsschiffen und der bislang größte Rüstungsauftrag für das Land. Der geschätzte Wert von SEA 3000 liegt in den nächsten zehn Jahren zwischen sieben und zehn Milliarden Australischen Dollar. Es ist vorgesehen, dass die ersten drei Fregatten im Rahmen eines beschleunigten Programms in Japan gebaut werden – die erste davon soll 2029 an Australien ausgeliefert werden und 2030 in Betrieb genommen werden. Dies würde bedeuten, dass das erste neue Überwasserkampfschiff von der australischen Marine fünf Jahre früher als ursprünglich geplant in Dienst gestellt wird.

Alexander Luck