Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall soll im Zuge von jüngst erfolgten Abrufen aus bestehenden Rahmenverträgen noch in diesem Jahr rund 1.400 weitere Logistikfahrzeuge an die Bundeswehr liefern. Wie Rheinmetall in einer heutigen Mitteilung schreibt, hat der Auftrag einen Gesamtwert von rund 770 Millionen Euro. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die dafür benötigten Mittel hartpunkt vorliegenden Informationen zufolge am vergangenen Mittwoch freigegeben.
Geliefert werden Rheinmetall zufolge 963 Fahrzeuge mit Wechselladersystemen (WLS), davon einige mit geschütztem Fahrerhaus, sowie Wechselladepritschen und Plane-Spriegel-Aufbauten. Zudem wurden 425 Ungeschützte Transportfahrzeuge (UTF) abgerufen. Bei UTF handelt es sich um Fahrzeuge der Varianten 4×4 und 8×8.
UTF und WLS basieren auf der robusten HX-Fahrzeugfamilie von Rheinmetall MAN Military Vehicles. Von vornherein auf militärische Nutzung ausgelegt, zeichnen sie sich durch hohe Mobilität auch in schwerem Gelände aus.
Bei den UTF-Lkw handelt es sich um Abrufe aus dem im Juli 2024 geschlossenen Rahmenvertrag – dem bisher größten Auftrag der Unternehmensgeschichte im Bereich der logistischen Fahrzeuge. Dieser sieht die Lieferung von bis zu 6.500 Lkw im Wert von bis zu 3,5 Milliarden Euro brutto vor. Durch den Rahmenvertrag hat die Bundeswehr die Möglichkeit, über sieben Jahre flexibel weitere Stückzahlen der bereits eingeführten Ungeschützten Transportfahrzeuge UTF 5t und UTF 15t-Lkw zu bestellen. Zusätzlich wird eine neue Fahrzeugklasse über den Rahmenvertrag eingeführt: die 4×4-Variante UTF 3,5t. Sie verfügt laut Hersteller über ein Höchstmaß an Gleichteilen zu der UTF-Familie.
Im Juli 2017 beauftragte die Bundeswehr Rheinmetall MAN mit der Lieferung ihrer neuen Familie „UTF mil gl in den Zuladungsklassen 5t und 15t“. Durch die Anwendung flexibler Rahmenverträge bei hohen Stückzahlen in der militärischen Beschaffung haben sich die UTF laut Rheinmetall zum Vorzeigeprojekt entwickelt. Seit 2017 wurden gemeinsam mit den WLS und Sattelzugmaschinen 70t mehr als 7.000 HX-Fahrzeuge an die Bundeswehr geliefert. Ein großer Teil der Wertschöpfung bei WLS und UTF hierbei in Deutschland. Die Fertigung der Fahrzeuge erfolgt in Österreich.
Aktuell gehören neben Deutschland unter anderem Großbritannien, Australien, Neuseeland, Norwegen, Schweden, Österreich, Ungarn, Singapur, Slowenien, Dänemark und auch die Ukraine zum Nutzerkreis. Mehr als 20.000 Stück befinden sich bereits weltweit in Nutzung.
wg
















