Responsive Space: Rocket Lab stellt mobile Raketenstartplattform vor

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Die Rocket Lab Corporation, ein globaler Anbieter von Startdienstleistungen und Raumfahrtsystemen mit Wurzeln in Neuseeland und Hauptsitz in den USA, hat Anfang der Woche ein weltweit verlegbares, containerisiertes Startsystem vorgestellt. Das System mit der Bezeichnung GHOST (Global Hypersonic & Orbital Spaceport Technology) ermögliche suborbitale und orbitale Starts von praktisch jedem Ort der Welt, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.

GHOST biete die Möglichkeit, die von Rocket Lab hergestellen Raketen Electron und HASTE „überall und jederzeit“ zu starten. Damit seien Kampagnen mit mehreren Starts sowie kritische Missionen der nationalen Sicherheit möglich, heißt es in der Mitteilung. Das vollständig in Standard-Transportcontainern verpackte GHOST-System umfasst den Angaben zufolge komplette Raketen, Startinfrastruktur, Bodensupport sowie Systeme zur Flugbereichsüberwachung und -steuerung und kann laut Hersteller weltweit eingesetzt werden.

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Bei HASTE handelt es sich um eine suborbitale Testträgerrakete mit einer Nutzlast von 700 Kilogramm, die auf der Electron-Rakete von Rocket Lab basiert. HASTE bietet Möglichkeiten für Flugtests in hoher Frequenz, die für die Weiterentwicklung der Technologie für Hyperschall- und suborbitale Systeme erforderlich sind. Offenbar wird das System gegenwärtig für Projekte zur Weitentwicklung der Raketenabwehr genutzt. Bei der Electron handelt es sich um eine 18 Meter hohe Trägerrakete, die laut Hersteller eine Nutzlast von 300 Kilogramm in den Low Earth Orbit transportieren kann.

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Der erste Standort von GHOST – Rocket Lab Launch Complex 4 – werde am Pacific Spaceport Complex in Kodiak, Alaska, eingerichtet. Dort sollen zwei Startplätze für hochfrequente Startkampagnen entstehen. Die beiden Pads ergänzen die bestehenden suborbitalen und orbitalen Startplätze von Rocket Lab am Launch Complex 1 in Neuseeland sowie an Launch Complex 2 und Launch Complex 3 im US-Bundesstaat Virginia, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Damit steige die Zahl der von Rocket Lab betriebenen Startplätze auf sechs auf zwei Hemisphären. Der operative Nutzungsbeginn des Systems soll 2027 mit einem suborbitalen Start von Alaska erfolgen.

Da Electron und HASTE dieselbe Bodeninfrastruktur nutzen, ermögliche GHOST eine duale Startfähigkeit an neuen Standorten. Dadurch könne Rocket Lab die Einsatzprofile beider Trägersysteme erweitern und der wachsenden internationalen Nachfrage nach souveränen orbitalen und suborbitalen Startmöglichkeiten gerecht werden, heißt es in der Mitteilung.

Das modulare System mit geringer Grundfläche sei speziell auf Anforderungen an schnell verfügbare Starts und zeitkritische Missionen der nationalen Sicherheit ausgelegt. Peter Beck, Gründer und CEO von Rocket Lab, wird mit der Aussage zitiert: „Wir sind seit Jahren führend bei Kleinsatellitenstarts für die Raketenabwehr und die nationale Sicherheit. Unsere Zuverlässigkeit, Wiederholbarkeit und Kosteneffizienz unterscheiden uns von allen anderen. Mit GHOST geht es darum, diese Fähigkeiten in einem verlegbaren System zu bündeln, das die wichtigsten Programme der Welt dort unterstützen kann, wo diese Missionen stattfinden müssen.“ Das System sei für Raketenabwehr und Abschreckung, zur Erschließung weiterer Flugbahnen, für orbitale Missionen oder für souveräne Startkapazitäten in verbündeten Staaten geeignet.

Wie eine Sprecherin von Rocket Lab auf Nachfrage mitteilte, hat ihr Unternehmen die Fähigkeit, auch in Europa Startkapazitäten aufzubauen. Sie wies in diesem Zusammenhang auf das neue System GHOST hin. Rocket Lab habe bisher jedoch keine konkreten Standorte für mögliche Startplätze in Europa bekannt gegeben.

Erst vorgestern hatte Rocket Lab über die Gründung der Rocket Lab Germany GmbH mit Sitz in München informiert. Ziel der Expansion sei es unter anderem Europa Zugang zu souveränen Weltraumfähigkeiten zu ermöglichen, hieß es.
lah