Die französische Regierung hat ihre Unterstützung für die Entwicklung des Raumgleiters mit der Bezeichnung VORTEX bekanntgegeben, bei dem die französische Dassault Aviation mit OHB aus Bremen zusammenarbeitet. Wie Dassault in einer Mitteilung schreibt, hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Entscheidung am 10. September während des International Space Summit in Paris verkündet.
Bei dem Programm übernimmt das französische Unternehmen den Angaben zufolge die Gesamtarchitektur und Integration des Raumgleiters, während OHB für Architektur und Integration des Servicemoduls zuständig ist. Weitere europäische Partner sind unter anderem MT Aerospace, APCO Technologies, Sener, Sonaca und Space Cargo Unlimited. Gemeinsam soll ein wiederverwendbares Raumfahrzeug für zivile und militärische Missionen im Orbit entwickelt werden.
„Dieses von Frankreich unterstützte Projekt dürfte mehrere Länder – darunter Deutschland und andere – dazu bewegen, sich diesem Ziel der Beherrschung der Mobilität im Weltraum anzuschließen“, sagte Éric Trappier, Vorstandsvorsitzender und CEO von Dassault Aviation, laut Mitteilung.
Dassault Aviation und OHB hatten bereits im Mai bekanntgegeben, dass sie beabsichtigen, ein gemeinsames Angebot für das Mehrzweck-Raumfahrzeug VORTEX-S bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) einzureichen. Dieses solle sowohl den Hin- und Rücktransport von Fracht zu Raumstationen ermöglichen als auch autonome Free-Flyer-Missionen durchführen können, schrieb OHB damals.
Der Raumgleiter VORTEX-S soll bis zu zwei Tonnen Nutzlast aufnehmen und sowohl Raumstationen anfliegen als auch autonome Orbitalmissionen durchführen können. Vorgesehen sind zudem Anwendungen für Forschung und Produktion in der Schwerelosigkeit sowie In-Orbit-Service, Wartung, Betankung und weitere staatliche und militärische Missionen.
Der technologische Einstieg erfolgt nach Angaben von Dassault mit VORTEX-D, einem deutlich kleineren Demonstrator. Der suborbitale Erstflug ist nach Angaben von Dassault für 2028 vorgesehen.
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